gunnison county,colorado
Tag 7: Flachländer laufen zur Höchstform auf...
Unseren 2.vollen Tag wollen wir wieder mit Wandern im National Park nutzen.
Geich nach unserem spartanischen Frühstück starten wir gegen 10 Uhr gen Fruita.
Der Hike zum Cassidy Arch startet am Ende der Grand Wash Raod.
Na klar, wir sind wieder einmal viel zu spät dran und im Canyon sind es schon 38°C.

Wer keine Lust hat hochzukraxeln, der kann den Arch
auch bequemerweise von unten sehen. Es gibt ein entsprechendes Schild.

Ich versuche es mal auf die ganz entspannte Art, so ganz ohne Anstrengung, renne viel zu schnell und verpasse schon mal das Hinweisschild zum Trail.
Rainer, der viel langsamer ist, muß mich zurückpfeiffen und fragt mich ganz verwundert wo ich denn hin will.
Oh neee, jetzt habe ich doch schon glatt 400m meiner kostbaren Zeit verschenkt!
Der Aufstieg beginnt so ähnlich wie der gestrige Cohab Trail, ziemlich steil mit schnellem Höhenanstieg. Danach verbleibt man, abgesehen von kleinen Ups and Downs, fast die gleiche Zeit auf einer Höhe.
Es läuft sich gut. Es gibt kaum Sandpassagen.
Trotzdem macht mir die Hitze, denn es gibt so gut wie keinerlei Schatten, sehr zu schaffen. Am liebsten würde ich aufgeben.
Und immer wieder kann man ins Tal schauen und sieht den Höhenanstieg.


Rainer ist ganz geduldig mit mir. Und ich biete ihm an, daß er alleine weiter geht.
Aber andererseits möchte ich auch den Arch sehen. Hm. Schwierig mit mir.
Kurz vor dem gefühlten Hitzekollaps kommt der erlösende Moment: wir erreichen den Punkt, von dem man den Arch auf der gegenüberliegenden Seite sehen kann.
Unter einem Felsenvorsprung habe ich mir ein schattiges Plätzchen gesucht und bleibe auch dort.
Rainer braucht noch ca. 15 min bis er auf dem Arch steht.
Der Cassidy Arch wirkt noch gigantischer, wenn man eine Person auf der Brücke stehen sieht.


...der Pfeil zeigt auf Rainer, so wird die schiere Weite dieses Cayons noch besser sichtbar...



...der Steg des Arches ist ca. 3m breit...

Ich mache ein paar Aufnahmen und entscheide mich endgültig nicht das letzte Stück zu laufen. Nein, das reicht mir. Außerdem bin ich mir auch sicher, daß ich schon meine 1000 kcal "abgewandert" habe.
Während ich im Schatten versuche, meine normale Körpertemperatur zu erreichen, kommen immer mal wieder andere Wanderer vorbei. Keiner passiert mich ohne zu fragen, ob es mir gut geht. Davon bin ich echt angetan.
Andere wiederum sind auch froh, diesen schattigen Platz erreicht zu haben. Und so kommt man auch ins Gespräch. 4 Bergsteiger erzählen mir, daß sie sich vom Cassidy Arch bis in den Canyon abseilen wollen. Der Abstieg bietet 7 Stufen. Ok. Die schweben in einer anderen Konditionsklasse!
Der Abstieg ist wie immer einfacher, schneller und trainiert wunderbar die Gesäßmuskulatur.

...ja hinterher fühle ich mich soooo gut...
  Cassidy Arch Trail
  • Date:
  • Distance:
  • Elapsed Time:
  • Avg Speed:
  • Max Speed:
  • Avg Pace:
  • Min Altitude:
  • Max Altitude:
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  • Start Location:
  • Latitude:
  • Longitude:
  •  
  • End Location:
  • Latitude:
  • Longitude:
  • 29.06.2013 10:40 am
  • 5,77 kilometers
  • 2:44:14
  • 2,1 km/h
  • 22.53km/h
  • 13,4 km/h
  • 1638 m
  • 1837 m
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  • 38º 15' 50" N
  • 111º 12' 56" W
  •  
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  • 38º 15' 50" N
  • 111º 12' 57" W
Hier noch einmal ein Blick in den "Wanddurchbruch", wo der Cohab Canyon Trail langführt.

In Fruitas Park angekommen, gibt es wieder warmen Earl Grey und einen furchtbar süßen Riegel zum Regenerieren. Wir verweilen nicht ganz so lange wie gestern, denn über uns braut sich eine Unwetterfront zusammen.
Kaum daß wir die Zimmertür von innen geschlossen haben, ergießt sich ein extremer Regen mit anschließendem Sturm über unser Holzhaus. Das Hotel steht auf einer Anhöhe und so pfeift es beängstigend durch alle Ritzen.

Das trifft sich ja nicht ganz so schlecht.
Wir machen Mittagsschlaf. Als der Sturm und Regen sich gelegt haben, genießen wir noch ein Stündchen im Pool und fahren dann wieder zum gleichen Steakrestaurant wie gestern.

Das abendlich beleuchtetet Best Western vor dem Rim.
Wir sind heute später dran und so kommen wir in den Genuß des Livekonzerts. Nicht schlecht. Aber Livekonzerte im Restaurant haben einen Nachteil: man kann sich nicht mehr unterhalten.
Das Porterhouse-Steak schmeckt wieder genial und auch unsere Nachspeise, Eis auf gebratenen Pfirsichen in Balsamicoreduktion sind der Hammer. Wir beide sind verwundert, daß man hier so gut essen kann. Wir dachten die Amis können nur Fleisch.
Gefahrene Meilen: 32mi = 51km
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