gunnison county,colorado
Tag 3: Beautiful Colorado, Teil 2
Wecker?... brauchen wir nicht. Es ist ziemlich kalt und in einem 1.40m breiten Schaukelbett gut zu schlafen, macht keine Freude. Also starten wir kurz nach 8 Uhr (für uns waaahnsinnig früh).
Zuerst erkundigen wir uns bei Mark von der Rezeption (er ist hier der SuperGuru und weiß alles) nach dem Zustand der Straße zum Cottonwood Pass. Er ist begeistert von unserem heutigen Plan und prophezeit schon jetzt, daß der Tag für uns ziemlich lang wird.
Wir kürzen über diesen Weg eine ganze Ecke ab. Verglichen mit dem Weg über den Monarch Pass. Und sparen so enorm viel Zeit ein.
Eine von den 2 Straßen, die es in Almont gibt, wird gerade gebaut und so müssen wir einen Umweg über die Jackson-Cabin-Road machen.
Die Straße ist richtig erholsam für's Auge. Grüne Wiesen, Kühe und verträumtes "Heidi-Land". Und auch die Luft ist klar. Auch wenn man das Gefühl hat, daß so gut wie nix in der Lunge ankommt. Denn wir sind immer noch bei ungefähr 2500 m über NN und kaum daß man einige Schritte gemacht hat, ist man außer Puste. Ich hoffe nur, daß ich in den 3 Tagen genug weiße Blutkörperchen gebildet habe und mein geschwächter und untrainierter Körper in Utah nicht ganz so schlecht aussieht.
Die Straße schlängelt sich immer weiter zwischen den Bergen entlang.
Mit wunderschönen Motiven... ...und dann bis zum Taylor Park Dam...
...an dem sich der Taylor Park Lake anschließt.
Wettertechnisch haben wir richtig Glück, der Himmel ist dunkelblau und die Sicht scheinbar unendlich.
Die Road bis zum Cottonwood Pass ist unbefestigt und genau wie Mark es uns prophezeit hat, ist diese sehr gut -sogar mit einem PKW- befahrbar. Die ist einfach nur "rough", aber in sich fest und relativ glatt mit wirklich wenig Waschbrettpassagen. Warum das so ist, das haben wir uns schon gestern gefragt. Und wie der Zufall es will, bekommen wir hier die Antwort:
Die Straße wird mit Wasser und danach mit einem salzhaltigen Gemisch bewässert. Der große Vorteil ist: Es staubt nicht!
Da wir praktisch als Erste hinter dem Sprengwagen fahren mußten, sieht unser Auto aus wie eine Tropfsteinhöhle.
Weitere Bauarbeiten "zwingen" uns zu diesem Halt. Aber wer wird schon bei dieser Aussicht über eine Zwangspause sauer sein?
Ja, irgendwann sind auch wir am nächsten Continental Divide angekommen.

Kaum sind wir auf der US 24 angekommen, ist nur wenige Meilen nördlicher die Zufahrt zum Independence Pass.
Ich wiederhole mich, aber es ist einfach nur traumhaft.
An den Twin Lakes machen wir mal ein Kaffeepäuschen im Twin Lakes Inn. Nicht ganz ohne einen Hintergedanken. Denn ich habe doch tatsächlich vergessen meine Batterie vom Fotoapparat zu laden. Und ich habe echte Bedenken, ob diese noch so lange hält. Es wäre ein Drama, ach eine Katastrophe, wenn ich die Maroon Bells nicht aufnehmen könnte!
Im Restaurant bestellen wir uns einen traumhaft schmeckenden Käsesahnekuchen mit geschätzten ...ach ist ja auch egal... Kalorien, ich habe Urlaub.
Für die Fahrt zum Independence Pass brauchen wir ziemlich viel Zeit, denn ständig bleiben wir stehen und genießen diesen grandiosen Blick. Dabei geht es schlußendlich auf eine Höhe von 3.687m über NN. Hier oben sind es frische 14°C, aber gut erträglich verglichen mit der Kälte zum frühen Morgen.
So, in Aspen gehts gleich zum Informationscenter (Weg sehr gut ausgeschildert), um uns bestätigen zu lassen, daß wir tatsächlich den Shuttlebus zum Maroon Lake nehmen müssen.
Hm. Mit dem eigenen Auto darf man nur bis 9am und ab 5pm hoch fahren.
Ok.
Die Busstation ist schnell erreicht.
In den Gebühren von 6USD/p.P. ist nicht nur die Parkplatzgebühr inclusive, sondern auch die 30 minütige Fahrt zum Lake. Dabei wird man vom Fahrer auf eine ganz typisch amerikanische Art unterhalten und auch informiert.

Und wie immer lernt man nie aus. Denn habe ich doch felsenfest Rainer versucht einzureden, daß die vielen Bäume selbstverständlich Birken sind, erklärt der Fahrer, daß es "American Aspen" sind....also Espen...auch als Zitterpappel bekannt. Er weist auch darauf hin, daß die weiße Oberfläche sich ölig anfühlt und man dieses Öl auch als Sonnenschutzmittel benutzen kann. Ok. Ich stelle mir vor, wie anstrengend es sein muß, sich am Baum zu reiben. Ach nö. Dann nehme ich lieber Vollchemie.
Für traumhafte oder perfekte Aufnahmen der Maroon Bells sind wir zu spät. Wir haben zwar eine klare Sicht, es ist aber so windig, daß eine typische Spiegelaufnahme unmöglich ist.
Aber was soll's. Wir finden den kleinen Rundgang hier oben sehr entspannend und wunderschön.


Nach einer halben Stunde gehts wieder mit dem Bus nach unten. Der Busfahrer ist dabei sehr aufmerksam. Zu spät kommende Wanderer, oder die, die auf halbem Weg nach unten sind, werden alle mit aufgelesen.
Auf dem vorletzten Teil unseres Loops (auf der CO 133), dem nördlichsten Teil des West-Elk-Loops, machen wir einen Abstecher nach Marble. Ich will unbedingt zur Crystle Mill. Deshalb habe ich mir auch schon mal die genaue Anfahrt aus dem Netz ausgedruckt. Insgeheim habe ich tatsächlich gehofft, daß die sehr schwierige und unbefestigte Road zur Mill schon längst etwas begradigt wurde. Leider ist die Strecke schlimmer als erwartet. Und für eine Wanderung ist es einfach zu spät. Schon schade. Dann eben beim nächsten Mal.
Der See im Ort ist furchtbar verkeimt aber wenigstens kann er mit seiner ruhigen Oberfläche als Spiegelung für den dahinter liegenden Berg dienen. Die Stadt wirkt total verträumt und im abendlichen Licht sehr fotogen, so daß ich praktisch alle Häuser des Städtchens abgelichtet habe.


Das letzte Stück geht's wieder über den Kebler Pass, den wir als absoluten Geheimtipp und Abkürzung für den Weg nach Almont im Gedächtnis behalten werden.
Nach ganzen 10 Stunden, aber 7Std.20min reiner Fahrzeit, kehren wir voller schöner Eindrücke zurück.
Für ein Essen auf der Veranda ist es schon zu spät, denn die ist schon im Schatten. Deshalb gibt es richtig leckere Burger im Restaurant des Three River Resort's. Und dann ist wirklich Finito.
Als wir an unserer Cabin ankommen, steht ein anderer Urlauber mit seinen 2 Hunden da und beobachtet den Hang hinter unserer Bleibe. Er zeigt da hin und meint, daß dort Schwarzbären sind.
Uups. Also ich will die hier im Dunkeln nicht treffen...also nix wie rein!
  Loop: Almont/CO - Cottonwood Pass - Independence Pass - Aspen - Kebler Pass - Almont/CO
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  • Longitude:
  • 25.06.2013
  • 433,8km
  • 7:20:09
  • 59,1 km/h
  • 125,6 km/h
  • 1' 01" per km
  • 1823 m
  • 3700 m
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  • 38º 39' 52" N
  • 106º 50' 48" W
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  • 38º 39' 52" N
  • 106º 50' 48" W
Gefahrene Meilen: 270mi = 434km
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