eastern sierra nevada,california
Tag 22: Unterwegs nach Rancho Mirage
Heute heißt's Abschied zu nehmen von Mammoth Lakes.
Zum letzten Mal genießen wir diesen herrlichen Sonnenaufgang...

(Fotos sind erstellt aus dem von Rainer aufgenommenen Video)
Ich war einfach zu faul aufzustehen. Warum sollte ich, wenn man es auch aus dem Bett sehen kann.
Beim "Einschichten" der Koffer setzt sich unsere Verwunderung über die vielen Porsche hier im Parkhaus fort.
Als wir auschecken, können wir es nicht lassen:
Wir müssen den Auschecker einfach mal fragen, "was hier los ist"???
Wir erfahren, daß sich hier am Wochenende der "California Porsche Club" trifft und im Parkhaus insgesamt 51 Porsche "übernachtet" haben.

Beim Verlassen des Hotels sehen wir, wie da der saubere Porsche gewienert wird. Die Beifahrerin humpelt sich stützend mit Krückstock an uns vorbei... Ich frage mich, wie sie da aus dem Auto rausgekrabbelt ist.
Ein letzter Blick Richtung "Juniper Springs Lodge", wo wir 4 Nächte in einem Kingsize-Bed-Condo gewohnt haben.
Leider haben wir es in dieser Zeit nicht einmal geschafft, zum Pool zu gehen.
Nun, ich denke, wir hätten hier auch 2 Wochen bleiben können und trotzdem wäre keine Zeit für Pool gewesen.
Dann gibt es noch ein Foto vom Ortseingangsschild...
Mann, die geben sich hier so 'ne Mühe und wir sehen es erst bei der Abfahrt!
Es ist wieder Reisetag.
Und ja, uns steht die längste Reise des gesamten Urlaubs bevor: Von Mammoth Lake bis Rancho Mirage. Teilweise kennen wir schon die Strecke. Und die ist einfach grausam langweilig.
Gestern haben wir noch überlegt, welche "Highlights" wir einbauen werden, um die Strecke etwas aufzulockern.
Da war noch das Onion Valley und der Red Canyon NP, die wir "im Vorbeifahren" einbauen wollten.
Doch heute früh sah die Welt wieder ganz anders aus:

...viel zu spät aufgestanden...
...viel zu feudal gefrühstückt...
...viel zu langsam gepackt...
Die Höhe von 2450m und die damit verbundene dünne Luft macht uns träge.
Wir beide sind uns einig, daß wir bei trockenen 45°C aber 0m über NN viel fitter und agiler sind.
Hm.
Und so wird unser Plan auf den Hot Creek reduziert.
Also, was ist so besonders daran?
In den USA gibt es viele "geothermal areas".
Der berühmteste, aber auch der einzige Ort, den wir bisher kannten, ist der Yellowstone National Park.
Eins von vier anderen nicht ganz so bekannten, kleineren Gebieten ist der
Hot Creek im Long Valley.

Dieses Gebiet hier war Teil eines vor 760.000 Jahren explodierten Vulkans. Das Ergebnis ist die Senke im Long Valley.
Man hat viele dieser sporadisch aktiven Geysire und blubbernden Pools auf dem Farmland im Umland des Hot Creek gefunden.
Wie auch im Yellowstone, sind diese Pools unterirdisch verbunden.
So. Das zur Theorie.
Nun zur Praxis:
Der Eingang zur Stichstraße, die zum Creek führt, startet nördlich vom Flughafen Mammoth Lakes. Anfangs noch asphaltiert geht sie in eine gut präparierte aber unbefestigte Straße über. Den entsprechenden Parkplatz kann man nicht übersehen.
Von oben kann man schon mal einen Blick auf das Ganze werfen.


Ausblick auf dem Weg nach unten...
In solchen Momenten denke ich, was soll ich nicht fotografieren...

Im Sommer 2006 gab es erneute "Aktivitäten", neue heiße Stellen sind entstanden und so ist hier sogar der Zugang zum Fluß mit einem Maschendrahtzaun versperrt.

Über den ganz heißen "Pots" dampft es etwas...
Wir warten auf einen kleinen Blubb.
Man weiß ja nie...
Und eigentlich ist es schon komisch, auf einer Fläche zu stehen, die jeden Moment oder aber auch erst in tausenden von Jahren hochgehen könnte.
Denn schließlich lauert die Magma nur etwa 5 Meilen unter uns.
Und was sind schon 5 Meilen? Das ist so etwa die Entfernung bis zur Hauptstraße.
Das Baden ist nicht nur in den "boiling pots" verboten (ich frage mich sowieso, wer dort reinkriecht...vielleicht Japaner, die es mit einem Onzen "verwechseln"), sondern auch im Creek selbst ist Baden strengstens untersagt.
Nun, hier gewesen zu sein und nicht einmal kurz "gekostet" zu haben...das geht gar nicht.
Das müssen wir selbst überprüfen...
Am Flußrand, ist das Wasser sehr warm und an einigen Stellen tatsächlich kochend! Es blubbert ganz offensichtlich.
Lt. ausgewiesener Tafel sind hier schon 14 Menschen zu Tode gekommen und etliche mehr haben hier Verbrühungen erlitten. Wo genau, ob es im Fluß oder in den Pots passiert ist, wird nicht gesagt.
Das Wetter ist wieder traumhaft. Von hier kann man die gegenüberliegende Sierra so gut sehen, daß einem der Größenvergleich und die wirkliche Entfernung abhanden kommt.


Wenn man noch genügend Zeit hätte, dann könnte man anschließend dem unbefestigten Weg noch weiter folgen, um noch mehr solcher "Pots" und Blubberquellen zu sehen.
Wir haben aber keine Zeit mehr.
Wie so oft, haben wir viel zu viel Zeit hier verbracht.
Aber was soll's. Dazu sind wir her gekommen.

Jetzt geht's wirklich gen Süden...
Moment noch...in Bishop gibt es aber noch ein Starbucks-Stopp.
Und dann folgt die langweiligste Fahrt unseres Urlaubs.
Das Onion Valley und der Red Canyon müssen bis zum nächsten Urlaub warten.
Ich nehme mir endlich wieder Zeit, um meinen Reisebericht weiter zu schreiben.
Und gegen 5pm ist es überstanden.
Wir checken im "Westin Rancho Mission Hills" ein.
Die Auffahrt ist etwas bescheidener als im JW Marriott Palm Desert, wo wir die letzten Jahre genächtigt haben. Aber irgendwie ist es hier "kuschliger".
Ja und meckern will ich ja auch nicht, denn Amex hat uns die kommenden 3 Nächte "spendiert".
Ach ich liebe solche Geschenke und werde weiter fleißig Punkte sammeln!
Das Zimmer ist riesig. Lt. Beschreibung soll es 49qm haben. Die hohe aber schräge Decke ist an der höchsten Stelle etwa 4m hoch.
Wow!

Wir sind ein eingespieltes Team und so folgt der ultimativ gleiche Ablauf:

- Koffer teilweise auspacken
- Kaffee machen
- Badeklamotten schnappen und ab an den Pool

Und jetzt???... ist endlich Faulenzerurlaub und Poolabhängen angesagt.


Ich nehme gar keinen Fotoapparat mit, denn schließlich bleiben wir die nächsten Tage hier.
Was ich noch nicht weiß:
Mein mit dem Smartphone aufgenommenes Foto in der Anlage wird das einzige in dieser Qualität bleiben.
Das ist der Hauptpool und nicht wirklich nach unserem Geschmack: voll, laut und die Musik nervt auch. Aber glücklicherweise gibt es in der Anlage mehrere Pools.
Am Abend machen wir uns "stadtfein" und fahren zum Outback in Palm Desert.
Die Bestellung geht wie immer raketenschnell.
Wir brauchen schon gar nicht mehr in die Karte zu schauen.
Es gibt immer das Gleiche:
-   9oz. Victoria’s Filet in meadium rare ...
    lt.Outback: "the most tender and juicy thick cut"
-   backed potato
    (für mich: butter and sour cream ...für Rainer: fully load...)
-   house salat with ranch dressing
-   und dazu Samual Adams
Mann, kann das Leben schön sein....
Gefahrene Meilen: 372mi = 599km
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