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Tag 19: Lake-Day
Ausgeschlafen ist 'was anderes...
Eine extreme Ruhe hier. Da hat mein Tinitus keinen "Gegner" und fühlt sich zur Entfaltung herausgefordert!
Es ist so leise, daß wenn mal etwas "passiert"...z.B. einem Nagetier bricht mal ein Haar ab...dann ist das Geräusch so vordergründig, daß man fast erschrickt...
Und so war die ganze Nacht!
Das Wetter ist nicht besonders. Und kalt ist es außerdem.
Es sind gerade mal 23°C.
Rainer macht uns sein "Gourmet-Frühstück" und wir essen richtig feudal.
Puh...da könnte ich mich gleich wieder hinlegen.
Die dünne Luft macht einen auch nicht frisch.
Mammoth Lakes liegt in der Eastern Sierra und ist ein typischer Wintersportort.
Im Sommer sind unendlich viele Seen um den Ort - ein Eldorado für Angler.
Auch Wanderer des John Muir Trails und des Pacific Crest Trails nutzen den Ort als Einstieg ihrer Wanderung oder als Zwischenstation.
Das ist die Theorie, aber wir machen heute auf "gemütlich". Wir nehmen uns die Seen in den Mammoth Lake Basins vor.

unterwegs auf der Minaret Road...
Je nach dem wo man in Mammoth Lakes übernachtet, braucht man etwa eine Viertelstunde bis zu einer wunderschönen Seenlandschaft.
Wir beginnen an den Twin Lakes. Es sind 3 miteinander verbundene Seen, den Twin Lakes und Upper Twin.

unterer Twin Lake

Alles wirkt etwas verschlafen. Überall sitzen Angler entweder im Wasser oder am Seenrand.
Die Besucherzahl hält sich jedoch in Grenzen.

oberer Twin Lake

Nächtes Ziel: Horseshoe Lake

Der Parkplatz zum Horseshoe Lake liegt am Waldesrand. Doch sind alle Bäume kahl. Wir vermuten, daß es hier einen Brand gegeben haben muß.


Eine Schautafel erklärt den wirklichen Grund des Baumsterbens.
1989 gab es ungewöhnlich viele aufeinander folgende starke Erdbeben. Durch diese Erdbeben und Magma entstanden unterirdische Risse, wodurch der Boden mit CO2 gesättigt wurde, das wiederum die Bäume sterben läßt. Hm.

Es sieht malerisch aus. Zwischen den Bäumen steht ein Haus.
Auf dem Weg zum Mary Lake befindet sich der Lake Mamie.

Wir beobachten wie ein Lastwagen an der Brücke stehenbleibt. Die Fahrer steigen aus und werfen aus dem Ponton, der sich auf der Ladefläche befindet, Fische in den See. Leider erfahren wir nicht was der Hintergrund dieser Aktion ist.
Auf der anderen Seite ermöglicht ein offener Einschnitt in den Wald, den Blick hinunter zu den Twin Lakes. Der Mamie Lake speist also über die Twin Falls die tiefer gelegenen Twin Lakes.
Am größten aller Seen, dem Lake Mary, der bei 2.718,8 Meter über NN liegt, bleiben wir nochmals stehen. Dieser See hat keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Ich habe auch keine Fotos...denn die Fotostopps sind alle im Gegenlicht.
Und so entscheiden wir, zum Lake George zu fahren, der bei 2.8194 Meter über NN liegt.
Wunderschön, doch das Wetter macht uns einen Strich durch die Rechnung. Es wird ungemütlich und stürmisch und zuletzt fängt es auch noch an zu regnen.

Hier brechen wir unsere Lake-Tour ab und fahren über die Old Mammoth Rd. zurück ins Hotel.
Die Mittagspause tut uns gut.

Am Nachmittag "beruhigt" sich das Wetter und wir ziehen wieder los.
Am Parkplatz des Minaret Overviews checken wir die Aussicht, aber eindeutig ist dies eine Vormittagslocation.
Die gleißende Gegensonne ermöglicht keinen entspannten Blick.
Dann provozieren wir noch etwas die Rangerin am Einlaß zum Devils Postpile NM.
Na klar haben wir schon im Visitorcenter gesagt bekommen, daß es hier das "mandatory shuttle bus system" gibt.
Wir finden das aber doof.
Schließlich haben wir den Eintritt für den Park bezahlt, können aber nicht eigenmächtig in den Park fahren, sondern müssen zudem noch eine Gebühr von 7USD bezahlen, um von einer privaten Busfirma hingefahren zu werden. Naja.
Man kann, mit seinem privaten Auto, in den Park nur bis 7am und ab 7pm fahren. Also auf Bus haben wir beide keine Lust und so fahren wir wieder ab.
Der Nachmittag ist noch jung und in's Hotel zu fahren, um am Pool zu gammeln...dafür ist uns jetzt zu kalt.
Über den Mammoth Scenic Loop, eine sehr schöne Straße, und den US395 geht's zum südlichen Eingang des June Lake Loop.
Klar, zuallererst, in der Reihe der vielen Seen, erreicht man den June Lake.
Ein riesiger, blauer See.
Die nächsten Seen lassen wir einfach mal aus.
Irgendwann ist man einfach "gesättigt" von den vielen Seen...
Zumal der Hintergrund nicht so spektakulär ist wie am Mammoth Lakes Basin.
Na ok. Am Grant Lake gibt es dann doch noch ein Paar Aufnahmen...
Den krönenden Abschluß des "Lake-Days" bildet dann der Mono Lake.
Der ist nicht Teil eines Loops, sondern liegt östlich der US 395, einige Meilen nördlicher des June Lake Loops.
Am Mono Lake waren wir schon 1993, bei unserem ersten USA Besuch.
Den Mono Lake, den haben wir viel kleiner in Erinnerung.
Ganz sicher waren da nur 2 "Parteien" vor Ort und nicht solche Menschenmassen, die wir heute hier antreffen.
Es ist kurz vor 7pm und Rainer kommt auf die "glorreiche Idee" noch zum Devils Postpile zu fahren.
Ich lasse mich überreden...
Das Devils Postpile National Monument war ursprünglich ein Teil des 1864 gegründeten Yosemite National Parks.

Anfang des 19.Jh verlor er allerdings den Schutz eines Parks, aufgrund des Drucks durch den örtlichen Bergbau. Kurz darauf sollte der Postpile gesprengt werden, um als Damm den Fluß anzustauen. Dies bedrohte nicht nur die Postpiles und den Wasserfall sondern auch die lebenswichtige Wasserversorgung. Durch den Kampf der Aktivisten konnte im Jahr 1984 der Park seinen Schutz wiedererlangen und wurde Ansel Adams Wilderness.

Als wir am Devils Postpile Campingground ankommen, stellen wir fest, daß wir nicht die Einzigen sind, die den Shuttle-Bus boykottieren.
Etwa 20 Personen spazieren den etwa 800m langen Weg zu den seltsam aussehenden, gleichmäßig geformten und bis zu 20m hohen sechseckigen Steinsäulen.
Wenn man den John Muir Trail oder Pacific Crest Trail wandert, kommt man genau hier vorbei.
Eine klitzekleine aber steile Wanderung führt einen auf den "Top of the Postpile". Hier oben schaut man auf den Querschnitt der etwa 20m hohen Basaltsäulen.
Auf dem Rückweg beobachtet uns mal ein Tier...und stellt sich ganz stolz und in voller Größe (und "sie" ist definitiv größer als ich!) neben den Weg...
Gefahrene Meilen: 139mi = 224km
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