cyclone lake,utah
Tag 10: ... Seen-Tag
Der Morgen beginnt so gemütlich wie immer bei
Cate. Ich habe "Homemade French Toast" bestellt.
Das schmeckt super lecker und hat nichts mit
dem French Toast an den Hotelbüffets gemeinsam.
Natürlich lasse ich mir das Rezept von Cate geben.
Es ist sind schon am morgen 37°C. Und so fällt
jede körperliche Aktivität schon aus reiner
Vernunft aus.
Cate berät uns ein wenig, denn meine geplanten
und ausgedruckten Touren sind alle mit einer Wanderung von mindestens 3 Meilen verbunden.
Am westlichen Ende Escalantes geht die unbefestigte Posey Lake Road von der UT24 ab.

Eine sicherlich schöne Straße, aber für uns, die schon viele Höhepunkte im SW der USA gesehen haben, eher durchschnittlich.

Nach relativ kurzer Zeit ist unser Auto vor Einblicken, aber auch vor Ausblicken geschützt.
Der erste See, der Barkers Lake, ist schon mal ziemlich ausgetrocknet. Kühe waten im Modder. ok.
Doch dann gewinnen wir immer mehr an Höhe und haben Ausblick auf die Hollow Box.
Unser erstes Highlight ist der Posey Lake. Mitten im Grünen und im temperaturtechnisch erträglichen Wald. Es sind hier nur noch frische 27°C.
Das Wetter ist nicht besonders schön, aber die Luft ist herrlich.
Der See lädt wirklich zum Entspannen und Verweilen ein.
Wir bleiben mehr als eine Stunde hier und beobachten die Natur.




Posey Lake 37°56'16"N 111°41'45"W

Kaum vorstellbar, daß nur wenige Meilen von hier entfernt, trockene sandige und felsige Wüste sein soll.
Noch sind wir nicht fertig mit unserer Tour.
Der Rundweg, den wir uns ausgewählt haben, führt weiter zum ebenso fotogenen Cyclon Lake.
Auch in Utah gibt es schöne "Espenwälder".
Man muß schon ganz schön aufpassen, denn links und rechts des Weges stehen Rehe und anderes Wild, deren Revier wir kreuzen. Dieses Reh z.B., haben wir auf dem Hin-und Rückweg an genau der gleichen Einbiegung gesehen.
Und eigentlich wollen wir noch einmal zur Hell's Backbone Bridge, doch irgendwie ist es uns nicht vergönnt, diese Strecke durchgehend zu fahren.
Das Wetter ist ziemlich wechselhaft...vom wölkchendekorierten blauen Himmel...
...bis zu grauen, gewittergeschwängerten Wolken ist alles dabei.
Je mehr wir uns der Bridge nähern, desto extremere Scherwinde rütteln am fahrenden Auto.
Ok.
Ja doch, ich gehöre zur Fraktion der vorsichtigen Angsthasen und ich kann Rainer davon überzeugen umzudrehen.
Als wir in Escalante ankommen, ist auch hier Weltuntergangsstimmung.
Eigentlich nicht schlecht. Schließlich sind wir im Urlaub und da bietet sich ein ausgedehnter Mittagsschlaf an.
Abends gehen wir zum Escalante Outfitter, denn wir benötigen für die morgige Übernachtung am Toroweap Point etwas Fliegengitter, damit wir im Auto übernachten können ohne zu ersticken.
Das Zusschneiden des Gitters scheint eine unüberwindbare Herausforderung für die Verkäuferin zu sein, denn die gleiche Menge die sie uns verkauft hat, hat sie auch verschnitten....beim Zusehen tun die mir die Haare weh!
Im Restaurant lernen wir ein nettes deutsches Pärchen aus Essen kennen (ursprünglich aus Leipzig/Cottbus/Berlin), die, wie wir, den SW erkunden. Wir tauschen uns aus, geben uns gegenseitig Empfehlungen, essen eine Pizza...und ja es war ein netter Abend.
Gefahrene Meilen: 69mi = 111km
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