loveland pass, california
Tag 1: Der Weg ist das Ziel...

morgendlicher Ausblick vom Balkon unseres Zimmers
Wir haben gut geschlafen, sind aber schon kurz nach 7am die ersten Gäste im Frühstücksrestaurant. Über die Auswahl kann man nicht meckern, außer frisch gebratene Eier oder Omeletts gibt es alles im besten Zustand.



Nach dem Auschecken gehts gleich zum Sportsauthority eine polarisierte Sonnenbrille kaufen und anschließend zum Flughafen den vermissten Koffer abholen.

Dieser Kofferteufel, ganz oben auf einer Säule, ist mir gleich aufgefallen. Fragt sich, was er mir sagen will:
daß er auf unsere Koffer aufpaßt oder
daß es hier immer Probleme mit den Koffern gibt...?
Noch einige Schnappschüsse vom Flughafen und dann gehts wirklich los!
Nach dem obligatorischen Ersteinkauf verlassen wir über die I70 die Stadt Denver mit dem heutigen Ziel Almont/CO.
Damit der Weg nicht ganz so langweilig ist, nehmen wir einen kleinen, aber interessanten Umweg über den Loveland Pass, der US6.
Bevor der Eisenhower Tunnel gebaut wurde, war der Loveland Pass die einzige Möglichkeit, um diese Bergkette zu überwinden.

Der Ausgang 216 des I70 führt zum 3655 m hohen Pass, unserem ersten "Continental Divide", der Wasserscheide zwischen Pazifik und Atlantik.
In wirklich wenigen Minuten gewinnen wir extrem an Höhe und können auf die I70 herabsehen.
Oben angekommen spüre ich sofort den viel zu schnellen Höhenanstieg, jeder Schritt ist eine echte Belastung. Die Luft wird mir zu knapp!
Hier oben ist die Oberfläche des Sees noch teilweise zugefroren.
Der Loveland Pass führt über den Ort Idaho Springs wieder auf den I70.
Am Ausgang 195 verlassen wir den Interstate gen Süden.
Ab hier ist der Weg das Ziel.
Eine interessante und landschaftlich schöne Strecke begleitet uns nach Zentralcolorado.
In Leadville gibt es erst einmal einen Boxenstopp zum Fotografieren, Kaffee trinken und Kekse essen.
Am Ausgang der Stadt befindet sich das Bergwerk aus Goldgräberzeiten. Zahlreiche Steine deuten auf Sprengungen hin. Doch wir sind eher durch Zufall hier durchgefahren, sind also mit der genaueren Geschichte nicht vertraut.
Der letzte Teil unseres heutigen Weges gestaltet sich etwas gruselig.
Denn von Weitem sieht man überall Rauchschwaden und die Luft ist dementsprechend schlecht.
Am Monarch Pass ist uns überhaupt nicht nach Stehenbleiben, denn die Sonne kann man nur noch so sehen:
Wir sind heilfroh, als wir in Gunnison ankommen und die Luft hier wieder klar ist.
Von Gunnison sind es nur noch 10 min bis Almont/CO, wo wir im "Three River Resort" die Cabin 25 beziehen.
Der Bungalow liegt direkt am Fuße eines Abbruchs. Es ist ziemlich gemütlich eingerichtet, für Holzfans eben genau das Richtige.
Das Einzige Manko, und das ist echt eine Katastrophe, sind die vielen Hundehaare auf dem Teppich und der Couche im Wohnraum. Rainer besorgt also noch einen Staubsauger und saugt mal durch...kennt er ja neuerdings von zu Hause.
Kurz nach 7pm sitzen wir auf der Veranda und genießen bei einem Bier den Sonnenuntergang.
Gefahrene Meilen: 292mi = 470km
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