• Death Valley 
    Tag 16
,

Highlights des Tages

Badwater
Death Valley

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Badwater ist mit 86 Metern unter dem Meeresspiegel die tiefste Stelle Nordamerikas ...

Raus aus der Wüste...rein in die nächste Wüste

Damit es uns ja nicht kälter wird, verlassen wir heute das Death Valley und machen uns auf den Weg ins Palm Desert.
Das ist die Tour:

Vorher steht natürlich noch Kaffeetrinken, einpacken und auschecken auf dem Plan.
Doch erst einmal schauen, warum hier die Polizei die halbe Nacht auf Streife war.

after Flash Flood, Death Valley, California, USA

Das ist die Pfütze, die noch vom gestrigen Regen übrig blieb

Ein letzter Blick auf die Mesquite Sand Dunes im vormittäglichen Licht.
Natürlich nur von Weitem. Denn für eine Wanderung in den Dünen ist gar keine Zeit eingeplant

Mesquite Flat Sand Dunes, Death Valley, California, USA

# Badwater - Death Valley

Dann geht’s endlich los gen Süden.
In Badwater machen wir den traditionellen Stopp.

Eigentlich wollte ich zu dem absolut tiefsten Punkt gehen.
Zu dumm nur, daß ich vergessen habe die Koordinaten in die GPS-App einzuspeichern.

Wir versuchen also diesen Punkt ohne die notwenigen Koordinaten zu finden.
Hitze sind wir gewöhnt. Und so laufen wir weiter als alle anderen.
Entdecken aber nicht den entsprechenden Marker.
Und das Foto einer Salzkristallkruste kriege ich auch nicht, denn durch die Mengen an Regen, die hier gestern runtergekommen sind, ist der Boden aufgequollen und der braune Untergrund nach oben gewölbt.

Macht nix. Wir kommen ja wieder.
Gestern wurde uns klar, daß das Death Valley wesentlich mehr zu bieten hat, als das was man im Allgemeinen so kennt.

Ach übrigens ist mir diese Markierung noch nie aufgefallen. Dort oben befindet sich der Meeresspiegel 0 NN.

Badwater, Death Valley, California, USA
Badwater, Death Valley, California, USA
Badwater, Death Valley, California, USA
Badwater, Death Valley, California, USA

Unterwegs sehen wir auch wie grün das Valley sein kann, wenn es einmal kurzzeitig Regen gibt.

Links und rechts der Straße sieht man immer wieder Unmengen an „Schlamm“ den es hier über die Straßen gespült hat.
Aber auch, was da so unter der grauen Masse am Bergmassiv freigespült wurde.
Leider haben wir nicht genug Zeit, um immer wieder stehen zu bleiben. Eine viel zu lange Strecke liegt noch vor uns!
Die Fotos müssen somit aus dem fahrenden Auto gemacht werden.
"Mein Fahrer" ist zum Stehenbleiben nicht mehr zu überreden.
Aber eins weiß ich, hier sind noch viele Hoodoos versteckt! Und nach jedem Unwetter werden es mehr.

In Shoshone’s einzigem Restaurant-Café wollen wir frühstücken, aber leider war schon eine ganze Meute vor uns da.
Die Gäste sind zwar schon alle am Gehen, die Tageseinnahmen offensichtlich schon drin und so warten wir ganze 10 Minuten.
Aber da kein Tisch abgeräumt wird und Bedienung auch nicht erscheint, fahren wir ohne zu frühstücken weiter.

In Baker endlich gibt es wieder „Service“ und damit etwas zu essen.

Bun Boy Restaurant, California, USA

Das „Bun Boy“ hat den ganzen Tag Frühstück.
Das klingt ausgezeichnet.
Der Stil: typisch 60 Jahre.
Das Personal und die Preise stammen auch noch von damals!
Und alle sind so nett und freundlich. Was will man mehr.
Rainer nimmt ein typisch amerikanisches Vollfettfrühstück und ich einen Cheeseburger.
Mit mindestens genau so vielen Kalorien.

Fotos von unterwegs:
Die Strecke ist nicht nur lang, sondern auch teilweise seeehr langweilig. Da freut man sich schon über solch ein Highlight:
Was is'n hier passiert?
Hat die Stadt beim Scrabbeln verloren und nur noch die Sch...buchstaben abgekriegt?

Desert Area, California, USA

Hier gibt es nicht nur ein Lucerne Valley sondern auch einen Lucerne Lake.
Zu dumm, daß wir genau wissen, wie es in Luzern aussieht.
Einfach nur den Namen verwenden, macht die Gegend nicht attraktiver.

Endlich.
Knapp 6.50 Stunden und 544.5 Kilometer später kommen wir in Palm Desert an.
Diese "Blumen" sind für mich das Synonym für die Desert Area und Palm Desert ist somit nicht mehr weit.
Ich weiß nicht mehr genau, wie oft wir schon hier waren, aber jedes Mal nehme ich mir vor, mal in Ruhe die wahnsinnig vielen Windräder zu fotografieren.
Doch bisher ist es bei einem Vorhaben geblieben.
Mal sehen ob es dieses Mal klappen wird.

Desert Area, California, USA

Schon die Zufahrt auf dem Gelände des Hotels ist filmreif.
Alles gleicht den Bildern aus den entsprechenden Prospekten.
Selbst das Grün ist so einmalig und gleichmäßig.
Die Länge des Rasens scheint mit Nagelschere geschnitten zu sein, die Palmen sind auf Einheitslänge gebracht.

http://www.booking.com/hotel/us/jw-marriott-desert-springs-resort.en-gb.html?aid=820399;sid=7bc1aa423864280ef2b1c6561fdeafe3;dcid=4;dest_id=20015054;dest_type=city;dist=0;group_adults=2;room1=A%2CA;sb_price_type=total;srfid=0f061cffce8b2b553b8efb171b5c50c30e5b0c17X1;type=total;ucfs=1&
flamingo

Beim Einchecken im Hotel wird uns schon mal mitgeteilt, daß man ausgebucht ist.
Denn momentan hat man eine „Ballroom Competition“.
Hm.
Mit meinem Durchschnittsenglisch frage ich mich, warum dann so viele Leute hier sind...???
Wenn die also ihre „Ballrooms“ vergleichen müssen, dann können die doch das im www machen: Länge x Breite x Höhe, Beleuchtung, Teppich und Tapete kann man doch dort klasse vergleichen.
Ich frage also die Rezeptionstypin.
Und wie peinlich...
Erst wird sie stutzig bei meiner Frage und dann kriegt sie bestimmt einen inneren Lachkrampf, den sie mir gegenüber professionell versteckt.
Ja und ich?...ich habe wieder eine Vokabel dazu gelernt!
„Ballroom Competition“ heißt in deutsch: Tanzturnier.

Wir haben schon im letzten Jahr hier gewohnt und so ist die Zimmerausstattung keine Überraschung. Der Balkon des Zimmers ragt etwa zwei Meter über den künstlich angelegten See in dem Entchen schwimmen.
Wie schöööön!

http://www.booking.com/hotel/us/jw-marriott-desert-springs-resort.en-gb.html?aid=820399;sid=7bc1aa423864280ef2b1c6561fdeafe3;dcid=4;dest_id=20015054;dest_type=city;dist=0;group_adults=2;room1=A%2CA;sb_price_type=total;srfid=0f061cffce8b2b553b8efb171b5c50c30e5b0c17X1;type=total;ucfs=1&

Ich öffne die Tür und im Sog kommen eine Million kleiner Insekten reingeflogen!!!
Oh nee. Ich mache die Tür gleich wieder zu.
Jetzt bin ich aber bedient!
Die Lage des Zimmers sagt jedenfalls mir zu. Aber mit so vielen Tierchen will ich nicht wohnen.
Vor unserem Zimmer ist noch die Putzkolonne.
Eine Haousekeepingdame muß mit und sich das Drama angucken.
Sie nimmt ganz cool den Telefonhörer und sagt, daß es hier „millions of flying objects“ gibt.
Und uns sagt sie, daß ein „Ingenieur“ gleich kommen wird, um das Problem zu lösen.
Oha. In den USA muß man also Ingenieur werden, um mit dem Ungeziefer fertig zu werden.
Wieder etwas dazugelernt.

Natürlich kommt keiner!
Auch nach einer halben Stunde hat sich keine Ingenieur in unser Zimmer verirrt.
Während Rainer die Koffer holt, rufe ich in der Rezeption an und bin über den Zustand „not amused“. Ein neues Zimmer möchte man uns anbieten.

Wir kehren zur Rezeption zurück und kriegen immer wieder gesagt, daß hier die Ballroom Competition stattfindet und man somit keine Auswahl an Zimmern hat. Ich kriege einen Ekel_Schüttel-Anfall/Heulanfall, frage warum wir eigentlich schon vor einem halben Jahr reserviert haben.
Und so gibt es dann ein Zimmer in der 3. Etage zur anderen Seite mit 2 Betten und einen 50,-USD Gutschein zur Nutzung im Restaurant.
Geht doch

Abends geht’s noch zu "Carls Junior", den hatten wir in diesen Urlaub noch nicht.

Gefahrene Strecke: 349mi = 561km