Reisetag: von Katherine nach Kununurra

Der heutige Tag ist ein reiner Reisetag.
Unser heutiges Ziel: Kununurra.
Laut Googlemaps sind es etwa 560 Kilometer. Und so rechnen wir mit einer Reisezeit von knapp sechs Stunden.
Da wir sonst keinen anderen Tagesordnungspunkt haben, heißt das für uns als Erstes: ausschlafen.
Ganz entspannt und ganz ruhig beginnen wir den Tag.
Auf der Terrasse nehmen wir unser Frühstück ein. Es ist zugegeben noch etwas frisch. Aber das Ambiente auf der Terrasse und der Blick über den Platz ist einfach schön.
Erst als ganz plötzlich der Housekeeping vorbeischaut, wird uns bewußt, daß wir schnellstmöglich unseren Container räumen müssen. Den Schlüssel lassen wir im Zimmer liegen und machen uns kurz nach zehn Uhr auf die Reise.

Nitmiluk Chalets,sylwiabuch.de

Die Strecke bis Katherine ist sehr dünn besiedelt.
Manche Grundstücke haben alte und verrostete Landmaschinen auf dem Grundstück.
Manche nur ein paar Teile davon.
Und Andere wiederum verschönern ihr Grundstück mit Uraltflugzeugen.
Wie auch immer. Fotogen sind sie alle.

Katherine,sylwiabuch.de

In Katherine fahren wir gleich auf den Victoria Highway.
Seltsamerweise hat dieser Highway, genau wie der Stuart Highway die Bezeichnung "No 1" Hm. Ist schon etwas merkwürdig. Doch die Straßenmenge, hier in den Territories ist nicht so üppig. Alles ist sehr gut zu überblicken. Auch die Beschilderung ist zuverlässig. Man muß halt wissen, wie der nächste größere Ort heißt
Ansonsten ist die Strecke an Ereignislosigkeit kaum zu übertreffen.
Wenn sich nur etwas Sehenswertes anbietet, bleiben wir stehen und schauen uns etwas um.
Aber da ist nicht viel.
Am Eingang zum Gregory National Park bleiben wir kurz mal stehen. Hier kann man den Track Richtung Victoria River Gorge beginnen. Das ist natürlich bei unserer knapp bemessenen Zeit gar nicht möglich.
Wir vertreten uns etwas die Beine und weiter geht's!

Victoria River Gorge,sylwiabuch.de
Victoria River Gorge,sylwiabuch.de
Victoria River Gorge,sylwiabuch.de

In Timber Creek machen wir Picknick. Hier gibt es ein größeres Roadhouse und saubere Toiletten.
Ach ja. Und ein Andenkenladen.
Sonst nichts.

Timber Creek,sylwiabuch.de
Timber Creek,sylwiabuch.de

Keine zehn Kilometer weiter westlich von Timber Creek, kurz nachdem man den Airport passiert hat, weist ein Schild auf einen Viewpoint hin. Eigentlich auf mehrere Lookouts.
Wir überlegen nicht lange und entscheiden uns den Abstecher "mitzunehmen".
Die Stichstraße gewinnt schnell an Höhe und Aussichtsfans, wie wir es sind, kommen auf ihre Kosten.
Von hier oben sieht man einen Teil des Victoria River, dem längsten und mächtigsten Fluß in Northern Territory.

Timber Creek,sylwiabuch.de
Timber Creek,sylwiabuch.de

Der nächste "aufregende" Stopp ist die Grenze am Übergang von Northern Territory nach Western Australia.
An dieser Grenze werden keine Pässe kontrolliert. Hier wird genauestens nach Lebensmitteln geschaut. Denn es ist verboten, Obst und Gemüse über die Grenze zu nehmen.
Wir sind mit zwei anderen Fahrzeugen am Kontrollpunkt. Doch wir sind die Einzigen mit einem PKW. Die beiden anderen müssen sich einer tieferen Kontrolle unterziehen. Bei uns reicht ein Blick der Zöllnerin und dann winkt sie uns durch.
Das Beste aber ist - und das haben wir vollkommen aus den Augen verloren - wir bekommen 90 Minuten geschenkt.
Denn so groß ist die Zeitverschiebung zwischen den beiden Ländern.
Cool. Ganz plötzlich ist es 13.30 Uhr!

Border,sylwiabuch.de
Boab,sylwiabuch.de

Einer unser ersten Boabbäume...yäääh!

Von der Grenze bis Kununurra ist es nicht mehr weit.
Hier haben wir in den Freshwater Apartments ein Übernachtung gebucht.
Die Anlage macht einen sehr neuen Eindruck und ist sehr sauber und modern.
Die Einrichtung ist so perfekt, wie wir das im letzten Jahr in Trinity Beach erlebt haben.
Alles, einfach alles ist hier in Bestzustand.
Eigentlich schon schade, daß wir hier nur auf der Durchreise sind.

Freshwater Appartments Kununurra,sylwiabuch.de
Freshwater Appartments Kununurra,sylwiabuch.de
Freshwater Appartments Kununurra,sylwiabuch.de

Nach einem gemütlichen Käffchen fahren wir in den Ort.
Kununurra, eine 1960 gegründete Retortenstadt, hat ein kleines Zentrum. Es gibt zwar alle bekannten Lebensmittelgeschäfte und einige Cafés aber auf uns wirkt das Ganze wenig einladend.
Dennoch ist Kununurra ein wichtiger Ausgangspunkt für Attraktionen in der näheren Umgebung, wie zum Beispiel den 70 Kilometer entfernten Lake Argyle. Ein künstlich angelegter See, der als Wasserreservoir genutzt wird.
Westlich vom Ort befindet sich eine entscheidende Straßengabelung.
Verläßt man den Highway, beginnt man die Erkundung der Kimberleys auf der legendären Gibb River Road.
Bleibt man auf dem Highway, sind die nächsten Highlights die Bungle Bungles sowie Fitzroy Crossing mit seiner Geiki Gorge.

Doch derartige Entscheidungen müssen wir heute nicht treffen.
Direkt auf der anderen Straßenseite der Freshwater Apartments befindet sich die malerisch wirkende Lily Creek Lagoon.

Die Lagune von der Seite der Freshwater Apartments gesehen...

Lily Creek Lagoon Kununurra, sylwiabuch.de
Lily Creek Lagoon Kununurra, sylwiabuch.de
Lily Creek Lagoon Kununurra, sylwiabuch.de

Fünfzig Fotos später fahren wir zum Lakeside Resort.
Der Campground liegt malerisch direkt auf der anderen Seite der Lily Creek Lagoon
Doch was uns auffällt ist, daß die Wenigsten einen Stellplatz direkt am See haben. Die allermeisten stehen eng an eng etwas nach hinten gerückt mit Blick auf den Wagen des Nachbarn. Auch sind die Stellflächen nicht so begrünt wie das auf dem Nitmiluk Campground war. Nun ja. Wir müssen ja hier nicht stehen.
An der Lily Creek Lagoon sitzen wir so lange bis die Sonne untergeht ...

Die Lagune von der Seite des Lakeside Resort gesehen...

Lily Creek Lagoon Kununurra,sylwiabuch.de
Lily Creek Lagoon Kununurra, sylwiabuch.de
Lily Creek Lagoon Kununurra, sylwiabuch.de

In der Sports Bar treffen wir Petra.
Petra ist Bloggerin des Blogs Passenger on Earth , die schon seit einem halben Jahr durch Australien tingelt.
Ich habe ihre Beiträge bei Facebook entdeckt. Auf dieser Plattform haben wir uns über unseren Reiseverlauf ausgetauscht, um uns heute persönlich kennenzulernen.
Wenn sich Reisende treffen, gibt es immer viel zu quatschen. Wir tauschen ein paar Erfahrungen aus.
Der Abend ist natürlich viel zu kurz.
Eigentlich hätte man noch genug Themen gehabt. Nur die Vernunft ist es, daß wir das Treffen beenden. Schließlich haben wir morgen wieder einen straffen Plan. Es war ein sehr netter Abend und wir sind froh, daß wir die Gelegenheit genutzt haben, Petra persönlich kennenzulernen.
Da soll einer mal sagen, Facebook ist nur schlecht...

Gefahrene Strecke: 564 km