• Yellow Water Morning Tour 
    Tag 5

Highlights des Tages

Yellow Water Morning Cruise

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Unser Highlight im Kakadu National Park ...

Jim Jim Falls

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Eine etwas anstrengende Wanderung für die man am Ziel belohnt wird ...

Ein Tag im Kakadu National Park

Frühstück fällt heute erst einmal aus.
5.45am summt der Wecker. Viel zu früh!
6.15am stehen wir an der Bushaltestelle vor dem Resort.
Es ist nicht nur dunkel sondern auch noch kalt.
Der Kleinbus kommt pünktlich vorgefahren und etwa zwanzig Urlauber steigen fast wortlos ein. Mit diesem Bus werden wir zur nahgelegenen Anlegestelle gebracht, an der die "Yellow Water Cruise" startet.
Es sind vier Boote vor Ort und jeder wird angewiesen in welches Boot er sich setzen soll.
Ein System erkennen wir nicht, aber das müssen wir auch nicht.

Dass wir an der ersten, also die Morning Yellow Water Cruise teilnehmen, haben wir einem Tipp von Marianne, einer weiteren Australienkennerin zu verdanken.

# Yellow Water Morning Cruise

Nach einer echt lustigen Sicherheitseinweisung, gleiten (als fahren kann man das nicht bezeichnen) unsere Boote, die angeblich unsinkbar sind, los.
Es herrscht ein unbeschreibliches Ambiente - absolute Stille.

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Die Motoren der Boote hört man so gut wie gar nicht.
Die Sonne ist noch nicht aufgegangen aber man kann schon ganz gut Silhouetten der Baumreihen am Rande des Yellow River erkennen. Wunderschön!

Jedes Boot sucht sich eine andere Stelle zum Beobachten des Sonnenaufganges.
Und der ist in dieser Umgebung besonders schön.

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Jetzt trennen sich die Wege der Boote. Das hat den Vorteil, daß man denken könnte, nur unser Boot ist hier unterwegs.
Unser Bootsführer und Guide macht einen guten Eindruck.
Aufmerksam beobachtet er das Wasser zur Sichtung von Salzwasserkrokodilen, die man hier Salties nennt. Aber die eigentliche Attraktion ist die riesige Vogelwelt hier im Yellow Water Billabong. Es ist nicht tiefer als zwei Meter, doch ist das Baden hier wegen der riesigen Population an Salties lebensgefährlich.

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Während wir also über's Wasser gleiten, sehen wir verschiedene und auch seltene Vogelarten, den größten Adler Australiens, von dessen Art es nicht mehr so viele gibt. Es leben etwa 280 Vogelarten hier im Park.
Eine gelbbäuchige Natter hängt wie eine schmückende Girlande im Baum.
Vorbei geht es an großen Flächen voller Wasserlilien...
Einfach eine unbeschreiblich schöne und einzigartigen Natur!

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Zum Schluss geht es noch einmal in einen anderen Seitenarm des Yellow Water Feuchtgebietes.
Hier ist der Übergang zwischen Wasser und Grasebene nicht mehr deutlich erkennbar.
Weit draußen, trotzdem gut erkennbar, grast ein Wasserbüffel.
Im Park gibt eine verwilderte Population des im 19.Jahrhundert aus Asien eingeführten Wasserbüffel. Im Jahr 1988 betrug der Bestand der hier lebenden Tiere etwa zwanzig Tausend. Einheimische Tierarten wie Krokodile und Barramundis nahmen in ihrer Bestandszahl ab. Dadurch wurde der Lebensraum insbesondere für einheimische Wasservögel nachhaltig eingeschränkt. Die Anzahl der Wasserbüffel wurde im Jahr 1996 durch ein rigoroses Abschussprogramm auf 250 Tiere reduziert.

Und neben unserem Boot, übrigens dem Einzigen das so nah an die Krokodile ranfährt, lauern zwei Riesenexemplare der Sorte Salties.
Sie warten auf den Wasserbüffel.
Sie warten darauf, daß er grasend immer näher kommt und im sumpfigen Boden einsackt.
Dann schlagen sie zu!
Sie warten ...

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...und warten...

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...und entspannen ein wenig oder täuschen das nur vor...?...

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Fahrt im Überblick:

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Quelle: Googlemaps/ Adobe LR

App zum Park


Der Kakadu Park hat eine interessante und kostenlose App (für iOS und Android) mit der man nicht nur Karten sondern z.B auch die Vogelarten bestimmen kann.



Wie aus einem langen Wellnessurlaub zurückgekehrt fühlen wir uns nach diesen zwei Stunden.
Die Busse bringen uns zur Lodge zurück, wo es das zur Cruise gehörende Frühstück gibt. Normalerweise würde ich mich über diese Massenabfertigung negativ äußern. Aber gedanklich schwebe ich noch bei dieser Cruise, die so viel Ruhe in mein Zen gebracht hat.

Es ist kurz vor halb elf als wir zum nächsten Tagesordnungspunkt starten: Jim Jim Falls. Die Sonne hat die Luft auf 29° C erwärmt. Bei diesen Temperaturen kann man es hier sehr gut aushalten, denn es ist trocken und man schwitzt nicht einfach so wie bei vergleichbaren Temperaturen in Deutschland.

# Jim Jim Falls

Etwa 10 Minuten Autofahrt entfernt von der Gagudju Lodge in Cooinda startet die gut ausgeschilderte unbefestigte Straße zu den Falls.
Anfänglich ist der Straßenzustand auch gar nicht mal soooo schlecht. Später kommen größere Straßenunebenheiten dazu aber insgesamt ist die Straße - jedenfalls während der Trockenzeit - sehr gut befahrbar.
Wir brauchen 1:15 h für die Fahrt bis zum Parkplatz.

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Hier sind schon andere Autos, das heißt: wir sind also nicht alleine in dem Gebiet.
Der Wandertrack fängt ganz harmlos an. Immer schön nahe an Wasserpools vorbei.
Das wirkt zwar sehr malerisch, doch die immer wieder aufgestellten Schilder mit Warnungen vor Salties machen die Wanderung nicht ganz so entspannend. Haben wir doch gerade heute früh gesehen, wie scheinheilig die Tiere daliegen und ganz plötzlich um sich beißen.

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Der weitere Weg zu den Falls wird zu einer einzigen Kletterpartie.
Es wird leicht steiler aber die Herausforderung hier ist das Finden des weiterführenden Weges.
Denn riesige Felsen, mit einer Größe von zwei bis vier Meter, liegen einfach auf dem Weg.
Noch bevor man den Plungepool (Badepool) sehen kann, steht ein Hinweisschild. Spätestens hier kann man sich entscheiden, ob man zum Badepool oder einem Viewpoint gehen will.

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Wir entscheiden uns für den Aussichtspunkt. Badesachen haben wir eh nicht mit.

Ein schätzungsweise 5x5x5 Meter "Klopper" bildet das Aussichtsplateau.
Da rauf zu kommen ist die letzte Herausforderung, um diesen traumhaften Blick in die Bucht genießen zu können.
Insgesamt haben wir knapp dreißig Minuten bis hierher gebraucht.

Es ist Ende Juli - Trockenzeit in Nordaustralien.
Und es kommt kein einziger Tropfen mehr von oben als Wasserfall runter.
Die Wand ist etwas feucht. Und das ist aber auch alles.
Doch tut es uns absolut nicht leid hierher gekommen zu sein. Denn der Ausblick auf diese Schlucht ist unbeschreiblich.
Zig Bilder mache ich. Und ich weiß schon jetzt, daß keines dieser Fotos das wiedergeben kann, was man hier zu sehen bekommt und was man empfindet.

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Panorama aus zwei Fotos

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Auf dem Rückweg nehmen wir uns Zeit für ein paar Fotos beziehungsweise Erinnerungsvideos.
Trotz der vielen Autos am Parkplatz sind wir unterwegs meist alleine.

Tiere oder gar Salties sind nicht zu sehen.
Ein Glück auch. Denn als sich vor mir ganz plötzlich ein etwa drei Meter langer Palmenwedel einfach so bewegt, sehe ich, daß Rainer ein Spinnenfaden mit sich zieht. Und der Faden ist so stabil, daß dieser lange Palmenwedel fast mitkommt.
Puh... Die Spinne dazu will ich gar nicht erst sehen!

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Es ist noch etwas Tag übrig (es ist gerade 3.15pm als wir die asphaltierte Straße erreichen) und wir entscheiden uns noch die "Ubirr Rock Art Sites" (Wandmalereien am Ubirr Rock) anzuschauen.
Kakadu NP,sylwiabuch.de Der Ubirr Rock befindet sich nordöstlich von Jabiru.
Als wir in Jabiru ankommen ist es kurz nach vier. Wir schauen uns im Bowali Visitor Center um. Sehr informativ.
Aber ich muß dringend meinen Koffeinspiegel im Blut wieder erhöhen.
Doch das Café macht gerade zu. Wieso das denn?
Ok. Wir fahren in den einzigen Supermarkt und holen etwas Koffein in Form eines Kaffeeshakes aus dem Kühlschrank.

Irgendwie ist die Luft raus.
Wir erfahren, daß auch der Supermarkt in zwanzig Minuten schließen wird.
Also entscheiden wir uns für eine Korrektur auf unserem Tagesplan.
Rainer kann den Zeichnungen auf den Felsen eh nichts abgewinnen. Jedenfalls war er gestern nicht so euphorisch begeistert wie ich.
Und was man nie machen sollte, ist - aber das wissen wir ja - hungrig einzukaufen.
Zwei T-Bone-Steaks wandern in den Korb.
Eine Platte mit verschiedenem, schon geschnittenem Gemüse kommt auch mit!

Was kümmert uns momentan die Kultur. Wir fahren zur Lodge und bevor wir grillen geht es noch zur Anlegestelle am Yellow Water Billabong.
Hier genießen wir mit ein paar anderen den Sonnenuntergang vom schwimmenden Ponton aus. Andere haben hochprofessionell ein Stativ mit. Meines liegt ganz lieb im Auto...
Es gibt Schlimmeres.

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Der Rest ist wie gestern: Auf der Terrasse sitzen, Rugby schauen, Steaks futtern, dazu leckeren Sauvignon Blanc schlürfen und die Erlebnisse des Tages auswerten

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Gefahrene Strecke: 246 km