Urlaub vom Urlaub

Wir checken recht früh aus. Es ist noch dunkel. Und kalt!
Bis zum Airport sind es gerade mal 15 Kilometer. Die Straßen sind noch leer und wir sind in Nullkommanix an der Return Station von Avis.

7487 - ist unsere Zahl des Tages.

Das sind unsere gefahrenen Kilometer von Darwin bis Perth.
Eine ganze Menge!
Abschließend denke ich: Es war nicht ganz so stressig, wie ich das bei der Planung ausgesehen habe.
Das Reisen auf dieser Strecke mit einem Auto ist angenehm. Die Straßen so geradlinig!
TopEnd und Westaustralien fährt wesentlich gemütlicher als der Osten des Landes.
Eine tolle Zeit hatten wir. Und um einen Überblick über den Westen zu bekommen, würde ich das immer wieder so machen.
Doch unsere Highlights lagen definitiv mehr im Norden - also in den Kimberleys und im Kakadu National Park. Alles was wir dort gesehen und erlebt haben, hat uns am besten gefallen.
Diese Gegend werden wir uns sicher bei einem nächsten Aufenthalt in Australien noch einmal genauer anschauen.

Die QantasLounge ist glücklicherweise nur spärlich besucht.
Highlights am Buffet gibt es nicht. Aber ich will nicht meckern.
In Ruhe zu frühstücken und dabei ganz gemütlich in den Sesseln zu lümmeln, lecker Prickelwasser zu trinken (so zur Entspannung ) macht die Zeit vor dem Flug sehr angenehm!

Business lounge Qantas Perth, western australia, sylwia buch
Thai Air,Dreamliner Boeing 878, Perth, western australia, sylwia buch

Wir fliegen wieder mit einem Dreamliner der ThaiAirways.
Die Business Class ist bis auf den letzten Platz belegt.
Es ist ein Tagflug und die frei einstellbare Fensterverdunklung kommt natürlich so besser zum Einsatz als bei unserem Hinflug, der ein "RedEyeFlight" war.
Klasse.
Man kann in Ruhe rausschauen und ist anschließend nicht so verblendet, wenn plötzlich die Flugbegleiterin neben einem steht.

flight perth-bangkok, thai airways, sylwia buch

Ein letzter Blick auf den Harbour von Fremantle

flight perth-bangkok, thai airways,Dreamliner Boeing 878,  sylwia buch
flight perth-bangkok, thai airways,Dreamliner Boeing 878,  sylwia buch

Anflug auf Bangkok:
Hier dominiert eindeutig das Grün!
Ich halte Ausschau nach unserem Hotel. Aber entweder wir sitzen auf der "falschen" Seite oder wir kommen aus einer ganz anderen Richtung.

flight perth-bangkok, thai airways,Dreamliner Boeing 878,  sylwia buch
flight perth-bangkok, thai airways,Dreamliner Boeing 878,  sylwia buch
flight perth-bangkok, thai airways,Dreamliner Boeing 878,  sylwia buch

Nach sechseinhalb Stunden landen wir in Bangkok.
In der Business Class zu fliegen hat schon etwas. Man kommt total entspannt und ausgeruht am Ziel an.
So Reisen zu dürfen ist ein wirkliches Privileg.

Thai Air,Dreamliner Boeing 878, Perth, western australia, sylwia buch
Thai Air,Dreamliner Boeing 878, Perth, western australia, sylwia buch

So. Bangkok hat uns wieder!

Die Einreise ist schnell erledigt.
bangkok airport taxi, sylwia buch Nun bin ich etwas aufgeregt wegen dem Transport zum Hotel.
Eine Hotellimousine hätte uns etwa 60€ gekostet. Das wollten wir uns sparen. Also reihen wir uns in die Schlange der Wartenden am Taxistand.
Taxis gibt es hier in Unmengen, die auf ihre Passagiere warten. Doch alles läuft erst über eine Art Counter ab. Hier bekommt man ein Ticket und damit ein Taxi zugewiesen.

Gefühlt im Sekundentakt verlassen Taxis mit Passagieren den Airport.
Ich hatte in anderen Berichten gelesen, unbedingt darauf zu achten, dass ein Taximeter vorhanden ist und auch eingeschaltet wird.
Unser zugewiesener Taxifahrer hat ein Taximeter und schaltet es auch unaufgefordert ein.

Wahnsinn.
Wir waren das letzte Mal 2004 hier in Bangkok.
Vom erhöhten Highway haben wir einen guten Ausblick auf die Megacity Bangkok.
Dagegen wirkt Berlin irgendwie provinziell und klein. Wir fahren über ein Meer von kleinen Häusern und zwischendurch stehen oder entstehen neue Hochhäuser.
Zuletzt tauchen wir ein in dieses "Meer" und befinden uns zwischendrin. Jetzt kommen wir nur noch langsam voran. Viele Straßen sind eng und der Verkehr ist schleppend.

bangkok,sylwia buch
bangkok,sylwia buch
bangkok,sylwia buch

Die kommenden drei Nächte werden wir im Peninsula Bangkok übernachten. Es liegt westlich des Chao Phraya.
Hier haben wir auch schon 2004 übernachtet.
Übrigens zum gleichen Preis.
Einmal im Peninsula übernachtet, hat man keine Lust irgendwo anders zu übernachten.
Ist natürlich meine rein subjektive Meinung.

Sicherlich kann man in Bangkok wesentlich preiswerter übernachten. Aber wir wollen hier wirklich nur Urlaub im Hotel machen und hatten auch keine Lust auf neue Experimente. Hier wissen wir, was uns erwartet.
Bangkoks Sehenswürdigkeiten, also die Tempel, Ayutthaya, Märkte etc. haben wir schon 2004 während eines längeren Aufenthaltes hier in der Megacity besichtigt.
Dazu kommt doch die leichte Verunsicherung durch die Terroranschläge vor drei Tagen.
Das Auswärtige Amt hat sogar eine Reisewarnung für Thailand ausgesprochen.
Wenn man allerdings hier ist, kann man sich das nicht vorstellen. Alles ist so nett und freundlich. Schade, dass Ausnahmen wieder einmal die Regel bestätigen!

Das Einchecken ist schon ein Erlebnis.
Wir haben ein Grand Deluxe Zimmer gebucht.
Jeder von uns bekommt einen typischen kleinen Kranz voller extrem duftender Yasmin Blüten.
So verzaubert werden wir in unser Zimmer in der 33.Etage geleitet.

fpeninsula bangkok, sylwia buch
fpeninsula bangkok, sylwia buch

Das Zimmer ist riesig und wir schauen -wie ich das an der Rezeption gewünscht habe - Richtung Kaiserpalast.
Bei bodentiefen Fenstern hat man immer das Gefühl auf dem Balkon zu stehen. Und genau so ist das hier.
Wir schauen auf den Chao Phraya, wir sehen den Kaiserpalast, Wat Arun und auch Richtung des Lebua Gebäudes. Dort befindet sich in der 64. Etage auch die SkyBar, von der man einmalige Rundumsicht auf die Stadt hat. 2004 war die Bar gerade eröffnet worden und die Cocktails gab es für lächerliche zwei Euro. Mittlerweile - so habe ich von anderen Besuchern gehört - hat man die Preise an die der westlichen Welt angepasst.

Ok. Uns gefällt es hier wirklich gut.
Immer noch.
Wie oft haben wir doch schon die Erfahrung machen müssen, dass wir beim zweiten Besuch des Hotels enttäuscht sind. Hat man doch die Erlebnisse viel besser in Erinnerung behalten. Doch für das Peninsula trifft das nicht zu.

Die Ausstattung des Zimmers ist auch nach vielen Jahren immer noch ganz besonders.
Natürlich fehlt die kleine Obstschale nicht. Auf die habe ich mich schon gefreut.
Im Bad hängen ein Bademantel und ein leichter Yukata für jeden von uns. Eine großzügige Duschkabine, eine Badewanne über der ein TV eingebaut ist, auf jeder Seite ein Waschbecken mit genügend Abstellmöglichkeiten...
So macht ein Hotel Spaß!
Zum Zimmer gehört auch eine Ankleideecke - natürlich mit einem bodentiefen Fenster.
Man kann sich also zurechtmachen und dabei das Treiben da draußen beobachten.

Ok. Genug geschwärmt.
Für heute haben wir keinen Plan und ruhen etwas aus und lesen Zeitung.
Das Faulenzen geht dann bis zum Abend weiter:
Bei wundervollem Yasmin Tee und etwas Obst sitzen wir am Fenster und genießen den Ausblick auf die Stadt bei Dämmerung.
Anschließend schlendern wir etwas durch das Hotel und schauen uns in Ruhe die Einrichtungen an.
Das haben wir bei unserem letzten Aufenthalt einfach mal aus Zeitmangel verpasst.

peninsula bangkok, sylwia buch
Thiptara, peninsula bangkok, sylwia buch

Am Abend - es wird ja doch recht schnell dunkel - geht's zum Dinieren.
Im River Café auf der Terrasse bekommen wir schon mal keinen Platz. Wir haben nicht reserviert.
Hm.
Deshalb versuchen wir es im Restaurant Thiptara.
Hier ist es eigentlich genauso schön.
Wir sitzen genau an der Brüstung zum Fluß.
Das Essen ist vorzüglich. Ausnahmslos.
Jede Speise ist wunderschön arrangiert.
Die Preise sind für thailändische Verhältnisse eher sehr hoch. Doch immer noch preiswerter als in einem durchschnittlichen deutschen Restaurant mit mittelmäßigem Essen.

Das Einzige, das das unendlich schöne Ambiente stört, sind die Leute am Nebentisch. Ein paar neureiche und unerzogene Chinesen sind sehr laut. Es ist eine größere Familie. Da kann man weder als Gast noch als Restaurantmanager etwas machen.
Letzterer entschuldigt sich bei uns für die Unannehmlichkeit.
Aber wir haben ja Glück. Sie sind nach der Hälfte unseres Dinner Courses fertig und verlassen lautstark das Restaurant.

Wir sind nicht die großen Fans der Thai-Küche und unser Essen sieht sehr exotisch aus und vielleicht nicht immer wirklich "mouthwatering".
Doch es schmeckt außergewöhnlich lecker!

Thiptara, peninsula bangkok, sylwia buch

"Genudelt und gestrudelt" geht es zurück aufs Zimmer.
Was für ein wunderbar entspannter Tag!