• Geikie Gorge 
    Tag 11

Highlights des Tages

Geikie Gorge NP

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Bizarre Kalksteinwände und wunderschöne Spiegelungen ...

Reisetag: von Purnululu NP nach Fitzroy Crossing

Der Morgen beginnt wie gestern:
Aufwachen, sich über den Blick durch die Zeltfenster freuen und dann frühstücken gehen.
Nur eben 30 Minuten später als gestern

Bungle Bungle Wilderness Lodge,sylwiabuch.de
Bungle Bungle Wilderness Lodge,sylwiabuch.de
Bungle Bungle Wilderness Lodge,sylwiabuch.de

Punkt 8 Uhr starten wir bei angenehmen Temperaturen.
Es tut mir echt leid, daß wir nun weiterziehen. Noch einen Tag hätte man hier verbringen können.

Bungle Bungle Wilderness Lodge,sylwiabuch.de

Unseren heutigen Plan haben wir etwas "modifiziert".
Geplant war den Great Northern Highway weiter Richtung Westen zu fahren.
Ganz in Ruhe und ohne weiteren Programmpunkt.
Doch während der Gespräche am Lagerfeuer hat man uns dringend empfohlen in Fitzroy Crossing, unserem nächsten Stopp, eine Bootsfahrt durch die Geiki Gorge zu machen. Am besten sollte man die letzte Fahrt nehmen.
Diese findet in den Wintermonaten Juli und August 4pm statt.
Hm. Das ist durchaus machbar.

Doch vorher müssen wir wieder den Spring Creek Track, diese Washboard Road, überwinden.
Es ist genau wie auf dem Hinweg nicht wirklich viel Verkehr. Ein paar Busse, ein paar Autos sonst sind wir ganz alleine unterwegs.

Bungle Bungle ,sylwiabuch.de

Das Gelände des National Parks war nicht nur früher ein Viehweide Gebiet...

Bungle Bungle,sylwiabuch.de

Den asphaltierten Great Northern Highway erreichen wir nach 1 3/4 Stunden.

Und so "aufregend" sieht die Landschaft zwischen dem Bungle-Bungle-Turnoff und Fitzroy Crossing aus:

sylwiabuch.de

Kurz vor Zwei kommen wir in der Fitzroy River Lodge bei 34°C an.
Die Anlage ist riesig und erinnert so an das Flair amerikanischer Südstaaten.
Hier gibt es nicht nur Hotelzimmer. Ein Stellplatz für Camper sowie anmietbare Zelte stehen auch zur Verfügung. Weit und breit ist das die einzige Möglichkeit zu übernachten, wenn man mit einem Auto unterwegs ist.

Zum Einchecken sind wir zu zeitig da. Das heißt unser Zimmer ist noch nicht fertig.
Also warten wir ganz geduldig bis 14 Uhr. Denn das ist die offizielle Zeit zum Einchecken.
Aber auch 14 Uhr ist unser Zimmer noch nicht fertig. Wir fühlen uns etwas auf den Arm genommen, denn andere Gäste kommen, erhalten einen Schlüssel und gehen wieder.
Also fragen wir wieder höflichst nach und erfahren, daß es unser Zimmer nur zwei mal gibt.
Hm. Ich weiß gar nicht, was ich da Besonderes gebucht habe...?
Es ist einfach mal blöd. Dann sind wir schon mal rechtzeitig am Ankunftsort und sitzen hier in der abgedunkelten Lobby und müssen warten. Eine weitere halbe Stunde später ist unser Zimmer immer noch nicht fertig.
Wir verlangen den Manager. Der entschuldigt sich und bietet uns einen Drink an der Bar an.
Also nee. So nicht.
Wir schlagen ihm vor, daß er uns das morgige Frühstück bezahlt. Und er sagt zu.

Zufrieden marschieren wir ab und fahren Richtung Städtchen.
Im Grunde genommen gibt es hier nur ein paar Häuser und das war's schon. Etwas trostlos.
Also fahren wir zum Fitzroy River an die Stelle, wo es es noch Überbleibsel einer sogenannten Historie gibt.

Der Fitzroy River war und ist immer noch einer der größten Flüsse Nordaustraliens. Bei starken Regenfällen während der Regenzeit stellte der Fitzroy River einstmals, für die ersten europäischen Siedler, eine natürliche Grenze zwischen den östlichen und westlichen Kimberleys dar. Der Fluß kann nämlich bis zu elf Meter ansteigen! Deshalb wurde 1935 eine Durchfahrt, die wenigstens in der Trockenzeit ein sicheres Überqueren ermöglicht, betoniert.
Erst 1974 ist die ganzjährig nutzbare Highway-Brücke fertig gestellt worden.

Zu sehen ist noch immer die alte betonierte Überfahrt.
Man sagte uns zwar, daß das Überfahren auf die andere Seite auf eigene Gefahr möglich ist - und es sieht auch definitiv alles fest und in bester Ordnung aus - allerdings ist der Bedarf nach einem Test sehr gering!
Doch anhand der frischen Reifenspuren sieht man, daß diese alte Betonstraße immer noch benutzt wird.

Fitzroy Crossing ,sylwiabuch.de

Etwa 20 Kilometer nordöstlich des Ortes beginnt der Geikie Gorge National Park.
Das ist nun unser nächstes Ziel.
Man kann den Zugang nicht verfehlen, denn die Geikie Gorge Road ist eine Sackgasse und führt zu einem Art Kiosk, der so etwas wie eine Verkaufsstelle und Infocenter gleichzeitig darstellt. Hier kaufen wir für die 16-Uhr-Bootstour Tickets.

Mit welch' hohen Wasserständen man hier fast jährlich zu kämpfen hat, zeigen die vielen Zahlen die an den Stützpfeilern angebracht sind.
Und daß dieser Kiosk unter Wasser steht, das ist nicht etwa selten. Man hat den Eindruck, das passiert fast jedes zweite oder dritte Jahr.

Geikie Gorge National Park,sylwiabuch.de

Während wir noch auf den Start warten, füllt sich der Vorraum des überdachten Centers.
Gleich mehrere Busse laden hier ihre Fahrgäste ab.
Wir alle werden in zwei Boote geschichtet und dann geht es gleich los.

#Geikie Gorge

Geikie Gorge
Der Geikie Gorge National Park ist Teil des urzeitlichen Devonian Great Barrier Reef. Auf einer Länge von etwa 14 Kilometern legte der Fitzroy River die Wände dieses Riffs frei.
Die Wände sind bis zu 30 Meter hoch.
Der Park ist in der Trockenzeit (April bis November) von 6.30Uhr - 18.30 geöffnet.
Von Dezember bis März ist der Park geschlossen.

Es gibt im Park einige Wanderwege. Doch unser straffe Schedule läßt keine Wanderung zu.
Am bequemsten ist es natürlich die Gorge auf einer Bootsfahrt zu erkunden.
Die Boote haben kein Dach. So hat man einen uneingeschränkten Blick. Man kann allerdings auf dem Boot nicht den Platz wechseln. Das heißt, daß man sich möglichst an den Rand setzt. Am Abend sind die rechten Plätze in Fahrtrichtung von Vorteil.
Spiegelungen, besonders die auf der östlichen Seite, machen die Fahrt so sehenswert. Auch liegen ganz entspannt einige Freshies am Ufer und sonnen sich. Da es in diesem Teil des Rivers ganzjährig Wasser gibt, hat sich hier eine enorme Tierwelt angesiedelt. Außergewöhnlich ist, daß hier auch Salzwasserfische, wie Rochen und Sägefische leben.

Geikie Gorge National Park,sylwiabuch.de
Geikie Gorge National Park,sylwiabuch.de

Das sind die "Guten". Freshies, also Süßwasserkrokodile, etwa 2-3 Meter lang, liegen auf der Sonnenseite des Fitzroy Rivers.

Geikie Gorge National Park,sylwiabuch.de
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Geikie Gorge National Park,sylwiabuch.de
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Geikie Gorge National Park,sylwiabuch.de
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Geikie Gorge National Park,sylwiabuch.de
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Als die Sonne untergeht sind wir auf dem Rückweg zum Hotel.
Und ja. Unser Zimmer ist fertig.
Jetzt erst sehe ich, was ich da gebucht habe: ein Zimmer in einem Stelzenhaus.
Es gibt nur zwei solche Stelzenhäuser. Und die stehen genau am Fluß.
Vom Balkon fangen wir noch die letzten Momente auf bevor es stockdunkel wird.
Das Zimmer ist wunderschön eingerichtet. Nicht mein Stil. Aber alles passt.
Es gibt sogar eine kleine Kitchenette.
Ach da hätten wir heute Nachmittag so schön auf der Veranda sitzen können und die Natur und die Vogelwelt beobachten können.
Das Einzige was im Zimmer ein no-go ist, ist der Geruch! Die Wolke geschwängert voller Insektiziden verbrennt fast meine Naseninnenwände. Die große Tür ist zum Lüften allerdings ungeeignet. Denn dann kommen neue Insekten rein. Die Fenster haben ein Fliegennetz, allerdings sind sie zugeschraubt und nicht zu öffnen.
Ok. Also stellen wir die Klimaanlage auf allerhöchste Stufe und fahren mit dem Auto zum Restaurant in der Anlage zum Abendessen.

Fitzroy Crossing Lodge,sylwiabuch.de

Das Haupthaus der Anlage

Fitzroy Crossing Lodge,sylwiabuch.de
Fitzroy Crossing Lodge,sylwiabuch.de
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Es gibt ein Restaurant und eine Bar.
In beiden sind die Mitarbeiter völlig überfordert mit der Masse an Gästen.
Und nur weil wir reserviert haben, dürfen wir im Restaurant bleiben. Die anderen werden weggeschickt.
Wir möchten einen Tisch auf der herrlichen Veranda haben. Doch angeblich sind alle Tische schon reserviert. Das obwohl wir unzählige freie Tische sehen.
Ach was sind wir wieder für unangenehme Gäste...
Denn erst als wir den Manager sprechen wollen, gibt es ganz plötzlich doch einen freien Tisch.
In Fitzroy Crossing kann man ja nicht einfach kurzerhand in ein anderes Restaurant gehen.
Und so konzentriert sich alles auf diese Anlage.

Unsere Kellnerin hat von Lächeln noch nie etwas gehört.
Und jeden unserer Sätze erwidert sie mit "no worries".
Und so erwarten wir auch absolut nichts Gutes.
Ok. Wieder einmal mal falsch gedacht.
Denn das Essen sieht nicht nur köstlich aus. Es ist perfekt zubereitet. Und auch der Wein - wieder einmal ein Sauvignon Blanc aus Tasmanien - ist spitzenmäßig!

Fitzroy Crossing Lodge,sylwiabuch.de

Gefahrene Strecke: 510 km