FAZIT

Unsere erste Bekanntschaft mit dem Land Down Under war ein voller Erfolg.
Es hatte genügend Überraschungen für uns. Richtig nette, freundliche und hilfsbereite Leute haben wir getroffen.
Manche ganz flüchtig - von manchen konnten wir mehr erfahren.

Hatten wir doch tatsächlich unendlich viele Bedenken, ob uns Australien annähernd so begeistern würde wie die USA.
Und so führte unsere Anfängertour erst einmal in ganz typische Teile des Landes, von denen wir uns ganz sicher waren, daß sie uns nicht enttäuschen würden:
Die Vorbereitungen auf dieses neue Ziel hat außergewöhnlich viel Zeit gekostet.
Auf der Suche nach entsprechenden Reiseberichten ist mir aufgefallen, daß die meisten mit dem Wohnwagen auf dieser Strecke unterwegs sind. Nur einige Wenige reisen mit dem Auto und wechseln dabei immer wieder die Hotels.
Für uns stand jedoch von Anfang an fest, daß wir uns für die zweite Variante entscheiden werden.
Während der Reise gab es dann auch nur sehr wenige Momente, in denen ich doch lieber mit dem Camper unterwegs gewesen wäre. So zum Beispiel bei den längeren Ausflügen um Cairns.
Für uns war also diese Reiseform genau das Richtige.
Der Markt bietet Unmengen "analoger" Literatur. Das ist ganz gut und schön.
Meist gibt es allerdings elend lange Einleitungen über die Geschichte und Geologie Australiens.
Wirklich umfassende, sehr detaillierte und nützliche Hintergrundinformationen haben wir in dem Buch " Queensland und das Rote Zentrum" gefunden.
Etwas ernüchtert waren wir in Australien, wenn es um die kostenlosen Citymaps oder anderen Karten, Infos und sonstige Materialien ging. Aus den USA sind wir gewöhnt, daß man gerade mit dieser Literatur zugeschüttet wird. In australischen Informationscentern, so haben wir es erlebt, war man dann nur daran interessiert, uns eine Tagestour zu verkaufen. Neutrale Infos waren nicht zu bekommen.

Kosten

Vor der Reise habe ich immer wieder hören und lesen müssen, wie teuer doch Australien ist. Und daß wir uns auf sehr hohe Kosten einstellen müssen.
Pauschal kann ich das so nicht bestätigen.
Hier habe ich so einige Preise für Lebensmittel (2015) zusammengestellt.
Und ja, man zahlt etwas mehr als bei uns in Deutschland. Und das Bier ist exorbitant teuer.
Dafür gibt es wirklich guten und leckeren Weißwein schon für wenige Dollar.
Mir ist aber auch kein anderes Land der westlichen Welt bekannt, wo man so wenig für Lebensmittel zahlt, wie wir es in Deutschland tun.
Auch in den wenigen Restaurants in den wir gegessen haben, war die Qualität sehr gut und die Preise ganz akzeptabel.
Unerwartet preisintensiv war aber z.B. die Überfahrt über den Daintree River.
Für Unternehmungen wie Tauchgänge und Flug über das Great Barrier Reef haben wir verglichen zu Reisen in den USA incl. Hawai'i sogar weniger gezahlt.
Der Durchnittspreis für eine Hotelnacht in Australien hat uns 145€ gekostet.
Es waren fünf Übernachtungen im Outback - nicht luxuriös, wegen ihrer Lage allerdings exklusiv. Die Übernachtungen in Sydney, Cairns und Brisbane waren aus der höherpreisigen Gruppe.
Bereut haben wir es deshalb aber nicht.

Tops & Flops


Die Empfehlung, Queensland vom Norden gen Süden zu bereisen, gebe ich so weiter.
Abgesehen davon, daß im Norden schon früher sommerliche Temperaturen herrschen, die einen gen Süden begleiten, reist es sich sehr angenehm mit der Sonne im Rücken.

Das absolute Highlight unserer Reise war der Flug über das Great Barrier Reef.
Der Blick auf die knapp unter der Wasseroberfläche liegenden Korallenbänke, die Landung mit einem Wasserflugzeug inmitten des Great Barrier Reef können von keinem anderen Erlebnis getoppt werden.
Vielleicht liegt es aber auch an der fehlenden Erwartung, aber das Tauchen am Great Barrier Reef hat Rainer sehr gut gefallen.
Das obwohl der schlechte Ruf über den Massentourismus ihm voraus eilt. Er hatte eine prima Crew und das Erlebte gefiel ihm weitaus besser als die Erfahrungen auf den Seychellen.
Im Outback haben wir uns auf den Anblick des Uluṟu mit den eigenen Augen gefreut. Doch es überkam uns nicht das erhoffte "Wow-Gefühl". Erst die Betrachtung des Monoliten von ganz Nahem hat uns beiden den Respekt und die Vorstellung über die wahre Größe gebracht.
Doch die Kata-Tjuṯa dagegen, waren vom ersten Moment eine positive Überraschung.
Die gesamte Zeit im Outback hätte länger sein können.
Die East- und West Macs waren weitaus interessanter als erwartet.
Aber auch die Städte Sydney und Brisbane haben uns positiv beeindruckt.
Die Menschen sind sehr freundlich und hilfsbereit. Straßen, Parks und Verkehrseinrichtungen sind sehr sauber und gepflegt.
Auch fühlten wir uns in keinem Moment unsicher.
Cape Hillsborough gehört eindeutig zu den Empfehlungen unserer Reise.
Die Bucht ist so weit, wie wir sie sonst nirgendwo gesehen haben.
Und das garantierte morgentliche Erlebnis, Kängurus jeder Größe auf dem Strand beobachten zu dürfen, ist eine Anreise wert.
Die Gegend um Cairns inklusive der Atherton Tablelands und der südliche Daintree National Park sind schön, rechtfertigen aber den langen Anreiseweg - aus unserer Sicht - nicht.
Fraser Island ist durchaus eine interessante Insel.
Allein das Wissen, daß es die größte Sandinsel der Welt ist, ist einen Besuch wert.
Vor vielen Jahren, als noch nicht an eine Reise nach Australien zu denken war, habe ich einen Bericht über diese größte Sandbank der Welt gesehen. Der Besuch sollte ein weiterer Höhepunkt unserer Reise sein. Doch beim genaueren Hinsehen bietet Fraser kaum etwas, das man nicht auch auf dem Festland sehen könnte.
Nur hier findet man alles auf einem Fleck: Regenwald, schöne Creeks, Strand und Seen.
Getrübt bleibt die Erinnerung an diesen Tag. Ganz besonders durch die schlechte Erfahrung mit dem Veranstalter. Und überhaupt hat uns der extreme Ein-Tages-Massentourismus mißfallen!
Sollte es ein nächstes Mal an der Ostküste geben, würden wir mehrere Tage dort verbringen und die Insel wirklich individuell verobern.
Das Lone Pine Koala Sanctuary sollte der Joker sein für den Fall, daß wir weder auf Magnetic Island noch an anderen Orten Koalas in freier Natur sehen sollten.
Versprochen wurde in verschiedenen Portalen eine Anlage, in der Koalas so leben als seien sie in freier Natur.
Vorgefunden haben wir einen mittelmäßig gepflegten Park in der die Koalas in kleinen, offenen Holzverschlägen bzw. in vergitterten Containern zu bestaunen sind. Der Eintritt ist unverhältnismäßig hoch. Man zahlt 35AUD, das entspricht 23 Euro (August 2015). Für weitere 18AUD = 12€ kann man sich mit einem Koala fotografieren lassen.

Gefahrene Strecke


Wir haben zwei verschieden Mietwagen gehabt.
Im Outback fuhren wir einen Fullsize SUV: Ford Expedition EL XLT 4x4.
Die gefahrene Gesamtstrecke betrug 1.168 Kilometer.

In Queensland fuhren wir einen Midsize SUV: RAV 4.
Die gefahrene Gesamtstrecke betrug 2.949 Kilometer
Zusammen haben wir eine Strecke von 4.117 Kilometer zurückgelegt. Zur Verdeutlichung für uns alte USA-Hasen, dies entspricht der Luftlinie zwischen Boston/Massachusetts und Los Angeles/California. Oder in Europa die Fahrstrecke von Madrid nach Moskau.

Unsere Hotels

Die Hotelbuchungen sind fast ausschließlich über booking.com gemacht worden. Eigentlich bin ja Fan von Direktbuchungen auf der Hotelwebsite. Für Australien war dieser Weg jedoch oft der Preiswertere.
In Queensland haben wir fast ausschließlich in Apartments gewohnt.
Und hier hat man an den Kurzreisenden gedacht. Überall gab es - immer der Wohnungsgröße angepaßt - genügend Geschirr, Besteck, Toaster, Kaffeemaschine etc. Auch hat man an kleine Mengen Waschmittel und Geschirrspülmittel gedacht. Und natürlich gab es verschiedene Tees, Kaffee und im Kühlschrank ein kleines Tetrapack mit Milch.

Sydney


Four Seasons, Sydney
Lage: Am Viertel "The Rocks", nur wenige Minuten vom Circular Quay.
Somit bietet das Hotel eine perfekte Anbindung zu Fähren, S-Bahnen und Bussen.
Hotelzimmer der Kategorie Stadt-&Hafenblick bieten den ultimativen Ausblick auf die Opera und die Harbour Bridge.
Kostenloses WLAN im Zimmer hat eine gute Verbindungsgeschwindigkeit.
Zimmer sind klein aber sehr gut ausgestattet. Die Betten sind komfortabel.
Das Frühstück gehörte zu den besten auf unserer Reise.

Alice Springs


DoubleTree by Hilton, Alice Springs
Lage: Am südlichen Stadtrand des Ortes gelegen.
Das Stadtzentrum erreicht man in etwa 10 Minuten per Fahrzeug.
Die Zimmer sind sehr geräumig und entsprechen der gewohnten Ausstattung dieser Kette. Die Betten sind komfortabel.
Kostenloses WLAN im Zimmer hat eine gute Verbindungsgeschwindigkeit.
Es gibt einen großen Pool im grünen Innenhof. Die dazugehörige Poollandschaft ist sehr gepflegt.
Voucher für das Frühstück gibt es an der Rezeption zum Vorteilspreis.

Glen Helen


Glen Helen Homestead Lodge
Lage: Direkt am Finke River gelegen.
Die Veranda des Motels mit genügend Sitzmöglichkeit lädt mit der Aussicht auf die Schlucht Glen Helen Gorge ein. Die Zimmer sind "very basic" aber sauber.
WLAN gibt es nur gegen Aufpreis.
Der Pool im Innenhof war zu unserer Reisezeit nicht einladend.
Es gibt kostenlosen Kaffee und Tee im Gemeinschaftsraum.
Das "Namatjira"-Restaurant bietet ein außergewöhnlich gutes Dinner zu akzeptablen Preisen an. Die Getränke, wie z.B. Bier bzw. Wein darf man dabei ohne Aufpreis mitbringen. Das Frühstück ist lecker und hausgemacht.

Kings Canyon


Kings Creek Station
Lage: Etwa 32 Kilometer östlich vom Kings Canyon NP. Die Creek Station ist eine Camel&Cattle Station. Übernachtung in etwa 5 m 2 großen festen Zelten. Für die kalte Jahreszeit gibt es eine kleine Standheizung. Genügend warme Decken sind im Winter vorhanden. Die Gemeinschaftsbäder/-toiletten sind einfach aber sauber.
Es gibt einen Feuerplatz, incl. genügend vorbereitetes Holz für Lagerfeuer. Grillgut (Fleisch, Wurst,Gemüse) kann man vor Ort kaufen.
Kein WLAN vorhanden.
Das Frühstück ist im Preis inbegriffen, einfach aber ausreichend.

Yulara


Outback Pioneer Hotel, Yulara
Lage: Direkt im Resort-Dorf Yulara gelegen. Die Zimmer mit privatem Bad sind sehr geräumig und gut ausgestattet. Kühlschrank und Wasserkocher sind vorhanden.
Im Feiluft-Restaurant des Outback Pioneer Hotels gibt es viele BBQ Stellen und auch die Möglichkeit Grillgut zu kaufen. Nur die Bar dieses Hotels ist als einzige in ganz Yulara berechtigt alkoholische Getränke auszuschenken.
WLAN ist sehr schnell.
Voucher für das Frühstück gibt es an der Rezeption zum Vorteilspreis.

Cairns


Vue Apartments, Trinity Beach
Lage: Die Hotelanlage befindet sich etwa 20 Kilometer nördlich von Cairns. Es sind individuell ausgestatte Wohnungen. Zwischen Strand und Hotel befindet sich eine Promenadenstrasse die als Sackgasse endet. Alle Wohnungen haben eine gut ausgestattete Veranda mit Frontblick auf das Meer.
Die Nr.404 ist sehr gut und modern ausgestattet.
Das "Rezi"-Personal ist freundlich und behilflich beim Buchen von zusätzlichen Adventures, wie Tauchgänge, Tagesausflüge etc.
Kostenloses WLAN ist grottenschlecht.

Townsville


Aquarius On The Beach, Townsville
Lage: Das Haus befindet sich direkt an der Strandpromenade "The Strand".
Die Hotelanlage besteht aus individuell ausgestatten Wohnungen. Die Nr.1112 ist sehr einfach ausgestattet aber sauber. Es gibt einen Wasserkocher und einen Kühlschrank sowie genügend Geschirr nebst Besteck.
Vom Balkon hat man einen uneingeschränkten Blick auf das Meer und Magnetic Island.
Kostenloses WLAN vorhanden aber zeitweise überlastet.

Airlie Beach


Martinique Whitsunday Resort, Airlie Beach
Lage: Das Hotel bietet 1-bis 3-Schalfzimmerwohnungen. Es ist mit vielen anderen Apartmentanlagen am Berg gelegen, die über steile Straßen zu erreichen sind.
Viele Apartments sind nicht per Lift zu erreichen. Das Äußere soll mediteranes Ambiente vermitteln. In der Mitte der Anlage befindet sich ein wunderschöner Infinity Pool.
Die Nr.16 ist sehr geräumig. Vom Balkon hat man einen traumhaften Blick auf die Bucht.
Das Apartment ist sehr gut ausgestattet. Die Möbel sind etwas verwohnt aber sauber. Es gibt eine Waschmaschine und einen Trockner. Kostenloses WLAN vorhanden.

Cape Hillsborough NP


Hut, Campground Cape Hillsborough
Lage: Etwa 31 Kilometer abseits des Bruce Hwy. Es ist die einzige Möglichkeit im Nationalpark zu übernachten.
Huts sind bunt bemalte Container mit einer sehr einfachen Ausstattung. Im Innenbereich befindet sich eine gut ausgestattete Kitchenette, ein Sofa und ein Doppelbett. Im kleinen Bad gibt es sogar eine Dusche.
Alle Einrichtungsgegenstände sind sehr "basic". Auf Sauberkeit wird geachtet. Auf der Veranda stehen Balkonmöbel zu Verfügung. Es sind etwa fünf Meter bis zum Strand.
WLAN nur gegen Gebühren.

Hervey Bay


Mantra Apartments, Hervey Bay
Lage: Ein großzügiges Apartmenthotel direkt an der Hervey Bay gelegen.
Die Ausstattung ist sehr gut. Auch stehen Waschmaschine und Trockner zur Verfügung. Whale Watching Touren starten genau an der Marina vor dem Hotel.
WLAN nur gegen Gebühren.

Brisbane


Arena Apartments, Brisbane
Lage: Ein supermodernes Apartmenthotel zwischen den Stadtteilen South Brisbane und West End.
Individuell ausgestattete Wohnungen. Das Apartment 1062 hat eine auffallend stylische Einrichtung. Wohn-und Schlafzimmer sind mit vollverglasten Schiebefenstern ausgestattet.
Ins Centrum von Brisbane sind es etwa 15-20 Minuten Laufweg.
Busservice etwa drei Minuten entfernt.
WLAN ist kostenlos und sehr schnell.

Singapore


Swissôtel, The Stamfort
Lage: Das Swissôtel liegt im Raffles City Complex direkt an der MRT Station City Hall und ist mit 70 Etagen eines der höchsten Hotels in Asien.
Die Harbour View Zimmer haben den fantastischen Ausblick auf die Marina und das Financial District. Jedes Zimmer auf dieser Seite hat einen betretbaren Balkon.
Die Zimmer sind sehr geräumig. Die Möbel haben 60er Jahre Charme.
Als Swissôtel-Clubmitglied ist das WLAN kostenlos.

Booking.com