Brisbane

Unser letzter voller Tag in Queensland.
Wie gewohnt -und ich weiß das zu schätzen, dass wir ausgesprochenes Glück hatten- scheint es das Wetter wieder einmal mit uns gut zu meinen.
Noch im Bett liegend, sehen wir durch die Fenster und vollverglasten Wände einen wolkenlosen Himmel.
Also... der Tag startet mit Frühstück auf dem Balkon. Und weil wir so begeistert sind, können wir auch den Straßenlärm ausblenden und es trotzdem fantastisch finden!

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# Lone Pine Koala Sanctuary

Das Ende des Urlaubes naht und wir haben schon einige australientypische Tiere gesehen.
Außer Koalas und Kasuare.
Es gibt natürlich noch viele andere Tiere, die wir nicht gesehen haben. Aber vermisst haben wir deren Anblick auch nicht.
Jedenfalls ich nicht
Genau für diesen Fall hole ich jetzt meinen Joker aus der Tasche.
Da wir eh keine vorbereiteten Ideen für Brisbane haben, ist ja alles offen.
Und da ich unbedingt einen Koala vor meine Linse bekommen will, besuchen wir zuerst das in vielen Netzwerken gelobte Lone Pine Koala Sanctuary.
Kurz nach 10am erreichen wir den Park. Der Parkplatz ist schon ganz gut belegt.
Der Eintritt, 35AUD pro Person, suggeriert ein großartiges Erlebnis. Oder etwa nicht?

Ein etwas verwirrender Plan, für den wir auch noch einen Dollar bezahlt haben, führt uns direkt über die ersten Baustellen. Dann vorbei an immer wiederkehrenden Schildern mit Aufschriften wie: "WORK IN PROGRESS" bis wir endlich eine Livevorführung mit Allfarblori sehen.
Hm. Ja die haben wir gestern und auf Magnetic Island schon mal in freier Natur gesehen.
Also tangieren wir diesen Platz nur und finden eine riesige abgezäunte Wiese. Hier hoppeln Wallabys rum, Emus täuschen vor eine feste Statue zu sein und dazwischen viele Schulkinder, die die Tiere füttern.
Ach wie ich das hasse.
Unter einem "Sanctuary" stelle ich mir ein Schutzgebiet vor, wo sich die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung befinden und wir Menschen von einem geschützten Raum das Treiben beobachten können.
So haben wir es in Borneo erlebt. Und so etwas habe ich hier auch erwartet.
Ok. Die Kinder haben jedenfalls ihren Spaß.
koala, Lone Pine Koala Sanctuary,Queensland,australia, australien Endlich finden wir dann auch mal eine Art Gehege, das nicht leer ist.
Auf üppigen Eukalyptusästen, die in einem Gefäß stecken, sehen wir den ersten schlafenden Koala. Der ist etwa 40 cm groß und läßt sich nicht stören.
Während wir den Anblick genießen, kommt ein Wärter, schnappt sich das schlafende Tier und schleppt es in einen gesondert zu erreichenden Bereich, wo man sich für zusätzliche 18AUD mit diesem Tier fotografieren lassen kann.
Armer Koala, denke ich.
Klar haben die den ganzen Tag Zeit zu pennen. Aber wer möchte schon während seinem vormittäglichen Nickerchen vor den Blitz?
Irgendwie ist das alles nicht so tierfreundlich, wie ich es mir vorgestellt habe.

Zeitgleich werden nun auch andere "Kioske" mit Koalas "befüllt".
Und Zwei "Joeys" faszinieren uns dann ganz besonders.
In aller Ruhe latschen sie hin und her, beachten uns gar nicht, fühlen sich aber auch nicht gestört und liefern genügend Fotomaterial

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So. Jetzt bin ich happy.
Ich habe echte Koalas gesehen!
Gut. Angefaßt habe ich sie nicht. Aber das wäre auch unnatürlich.
Nun fehlen mir noch Kasuare und auch noch ein Platypus.
Alles das und etwas mehr finden wir nach kurzer Suche.

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Nach etwa zwei Stunden ist der Park hier abgehakt.
Auf der Website des Lone Pine Koala Sanctuary lese ich, dass AOL es zu den zehn schönsten Tierparks der Welt asgezeichnet hat.
Naja.
Ich bin mir ganz sicher, die haben noch niemals vom Tierpark Berlin-Friedrichsfelde im Stadtbezirk Lichtenberg gehört.
Da gibt es jetzt auch Baby-Kängurus und der Eintritt?... 12 Euro.
Es ist mir einfach mal ein Bedürfnis, dies hier auf meiner Website festzuhalten!

# Brisbane City

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ja genau, "why not" zu Fuß
in die City laufen

Der restliche Tag ist für die City Brisbane's reserviert.
Erst einmal drehen wir ein paar Kreise mit dem Auto, um uns zu orientieren.
Und eigentlich würden wir zu gern auch das Auto irgendwo loswerden wollen. Es gibt zwar genügend Parkhäuser, doch die Nutzungsgebühren sind erschreckend.
Zwei Stunden parken kosten 20AUD!... das sind etwa 12.50€.
Wir kapitulieren.
Unsere Tiefgarage bietet doch völlig kostenlose Parkplätze.
Und so geht es zurück zu den Arena Apartments und von dort zu Fuß in die City. Es sind etwa 15 Minuten Laufweg bis zur ersten Brücke und bis zum ersten Blick auf die City.

Wir sind schon wieder verliebt in eine australische Großstadt!
Es ist irgendwie auch die Stadt der Brücken.
Und wieder einmal stellen wir fest, wie sauber es in den Straßen ist.

Die Victoria Bridge ist nicht nur eine gute Stelle, um den Blick auf die Skyline zu bekommen. Von hier sieht man auch das Wheel Of Brisbane. Das hat man sogar gestern schon vom Coot-tha Summit gesehen.

Das Ende der Brücke übergibt uns der Queen Street.
Coole Hochhäuser, interessante Objekte, Dächer, viele Farben... alles das stürzt auf uns ein.
Es ist einfach schön hier.
Wir lieben moderne Architektur.

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An der Albert St. lassen wir uns linkerhand bis zum King George Square treiben. Hier trifft die supermoderne auf die alte Architektur.

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Zurück auf der Queen Street entdecke ich einen Laden für Smartphone-Zubehör.
Ich kann das Leid meines Screens nicht mehr mit ansehen und brauche schnellstmöglich einen neuen Bildschirmschutz.
Aber obwohl der Laden suggeriert ein preiswerter Shop zu sein, verlangt man für eine einzige Kunststofffolie umgerechnet acht Euro.
Naja Leute, sucht euch jemand Anderen!

Ganz nebenbei versuche ich noch für meine etwas wertige Uhr eine Servicewerkstatt oder einen Uhrenhändler zu finden, der mir eine neue Batterie einsetzt. Denn die hat schon im Outback schlapp gemacht.
Aber offensichtlich sind wir hier auf der Abzockerstraße gelandet.
Zwischen vierzig bis fünfzig Dollar soll der einfache Batteriewechsel kosten

Vollkommen irritiert gebe ich auf.
In einem Vodafoneshop sehe ich Folien für mein Smartphone hängen.
Zwei Stück für zehn Dollar, das sind sieben Euro.
Super. Fairer Preis. Nehme ich.

"Soll ich dir die Folie gleich draufziehen?", fragt die Verkäuferin.
Ich: "Im Ernst? Das würdest du machen?"
Sie: "Ja klar"
Ich: "Und was kostet das?"
Sie: "Na gar nichts"

Zu Hause brauche ich immer zwei Folien. Noch nie habe ich es geschafft, beim ersten Draufziehen die Folie fusselfrei auf die Fläche zu bringen! Aber hier klappt uns beiden die Kinnlade runter, wie gekonnt professionell sie den Screenschutz aufbringt.
Wieder etwas dazugelernt!

In einer Bar mitten auf der Queen Street lassen wir bei Bier und mehreren Cosmopolitans nicht nur den Tag, sondern auch unseren Urlaub hier in Australien Revue passieren.
In der ersten Etage dieser Bar sitzt man überdacht und trotzdem im Freien.
So kann man schön die Menschen beobachten, ohne dass sie sich beobachtet fühlen.
Also wir glauben das zumindest

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Den Rückweg zum Apartment nehmen wir nicht geradlinig.
Also nicht wegen dem Alkohol.
Wir ziehen jetzt noch so etwas wie eine Brückentour durch und laufen Wege, wo Touristen eher selten sind.
Es geht über die Kurilpa Bridge, die Go Between Bridge und dann lassen wir uns treiben irgendwo kreuz und quer entlang kleinerer Straßen und Gassen.

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Im Apartment angekommen gibt es den obligatorischen Kaffee bei auf dem Balkon. Die Sonne verabschiedet sich gerade und ... na klar, sie malt den Himmel und die Skyline an.

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In der Boundary Street, einer kiezartigen Straße, essen wir zu Abend beim Chinesen und stimmen uns schon so auf Singapore ein.